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Hoch über Bad Wildbad war ein Hang am Sommerberg in Brand geraten, weil dort wohl die Glut einer Shisha nicht richtig entsorgt worden war.  Im Vordergrund der Schlafwürfel Sleeperoo.
 
Hoch über Bad Wildbad war ein Hang am Sommerberg in Brand geraten, weil dort wohl die Glut einer Shisha nicht richtig entsorgt worden war.  Im Vordergrund der Schlafwürfel Sleeperoo.   © Privat
23.04.2019

Glut aus einer Shisha-Pfeife setzt Hang am Sommerberg in Brand

Bad Wildbad. Glut aus einer Shisha-Pfeife soll am Montag gegen 22 Uhr circa 50 Quadratmeter des Hangs am Sommerberg unterhalb der Bergbahnstation in Brand gesetzt haben. Die Gefahr: Die zuletzt sehr trockenen Wochen haben die Waldbrandgefahr auch im Nordschwarzwald stark ansteigen lassen.

Zeugenaussagen zufolge sollen sich im Brandbereich Jugendliche aufgehalten und dort Glut aus einer Shisha-Pfeife entsorgt haben. Die Freiwillige Feuerwehr Bad Wildbad war mit 25 Kräften im Einsatz und konnte ein Übergreifen auf den angrenzenden Wald verhindern. Zeugen, die Hinweise auf die Verursacher geben können, werden gebeten, sich beim Polizeiposten Bad Wildbad, Telefon (07081) 93900, zu melden.

Revierförster Andreas Wacker spricht gegenüber der PZ von einer erheblichen Fläche. Man habe Glück gehabt, dass sich das Feuer nicht weiter in Richtung Wald ausgebreitet habe. Die Sommerbergbahn konnte und kann ihren Betrieb ohne Einschränkungen weiterführen. Die Flammen hätten sich durch den dort vorhandenen und zu dieser Jahreszeit trockenen Adlerfarn in dem Sicherheitsbereich neben der Strecke der Bergbahn ausgebreitet, erzählt Wacker gegenüber der PZ. Der Revierförster spricht bezüglich der Brandfläche von 50 bis 100 Quadratmetern. Die Feuerwehr habe gute Arbeit geleistet: „Sonst hätten wir ein richtiges Problem gehabt. Der Wald ist derzeit sehr trocken.“

Auswirkungen auf den Betrieb der Sommerbergbahn gab es keine und wird es auch keine geben, sagte Peter Buhl, kaufmännischer Betriebsleiter des beliebten Transportmittels. Von dem Brand habe er erst durch die Anfrage der PZ erfahren.

Waldstück brennt in Pforzheim-Brötzingen

Am Ostersonntag war ein rund 25 Quadratmeter großes Waldstück in Pforzheim-Brötzingen in Brand geraten. Die Brandursache ist noch unklar. 

Waldfläche beim Baggersee in Weingarten abgefackelt

Vermutlich durch das Zündeln von Jugendlichen geriet am Sonntag um 16.15 Uhr eine Waldfläche von etwa 250 Quadratmetern in der Nähe des Baggersees in Weingarten in Brand. Eine Zeugin wurde auf einen brennenden Birke im Uferbereich des Badestrandes aufmerksam, als ein Jugendlicher auf sie zukam und die Frau nach einer Flasche Wasser befragte. Offenbar zündelte der Jugendliche in der Gruppe mit drei weiteren Jugendlichen mit Blütenpollen, so dass der Baum Feuer fing.

Die Zeugin realisierte sofort, dass der Baum mit einer Flasche Wasser nicht mehr zu löschen war und informierte daraufhin umgehend die Feuerwehr. Die Jugendlichen flüchteten. Das Feuer breitete sich schnell aus. Die Feuerwehr konnte jedoch rasch löschen, so dass mögliche Evakuierungsmaßnahmen im Bereich des Baggersees noch abgewendet werden konnten.

Eine Fahndung nach den etwa 16 bis 18 Jahre alten Jugendlichen verlief negativ. Alle vier waren mit Badesachen bekleidet. Ein Jugendlicher trug eine auffallende Deutschland-Kappe und ein weißes T-Shirt mit einem roten Schriftzug der Marke "Calvin

Klein". 

Teils hohe Waldbrandgefahr in Baden-Württemberg

In großen Teilen Baden-Württembergs herrscht wegen der relativ trockenen Witterung eine mittlere Waldbrandgefahr. Für einige Bereiche, etwa in Nordbaden oder auf der Schwäbischen Alb, gab der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstag eine hohe Gefahrenstufe an. Am Mittwoch soll die Waldbrandgefahr vor allem im Osten des Landes noch zunehmen und örtlich die höchste Gefahrenstufe erreichen. Im Hochschwarzwald herrscht dagegen sehr geringe oder geringe Waldbrandgefahr.

Bereits zu Ostern hatte Forstminister Peter Hauk (CDU) auf die Gefahren von Waldbränden hingewiesen. Waldbesucher sollten die Regeln beachten. So sei das Grillen nur auf dafür ausgewiesenen Plätzen erlaubt, eigene Grillgeräte dürfen nicht benutzt werden. Von März bis Oktober gelte ein generelles Rauchverbot in den Wäldern des Landes.

In den nächsten Tagen ist nach der Vorhersage des DWD mit einem Wetterwechsel zu rechnen. Bereits ab Mittwochabend kann es im Westteil Baden-Württembergs zu Schauern kommen. In der Folge muss im ganzen Land mit regnerischem Wetter gerechnet werden. Die Waldbrandgefahr soll sich dann verringern.

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