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 Die Liste Menschen und Umwelt (LMU) wundert sich über die Brückenpannen im Zusammenhang mit der Brücke bei Dürrmenz.  Foto: Stäbler 

Hilfe nötig wegen Brücke: Kompetente Bauüberwachung gefordert

Mühlacker. Die Liste Menschen und Umwelt (LMU) wundert sich über die Brückenpannen im Zusammenhang mit der Brücke bei Dürrmenz. Nach dem bisherigen Verlauf des Projektes hätte man geradezu befürchten können, dass es zu weiteren Verzögerungen komme, heißt es in einer Mitteilung der Fraktion.

„Völlig unverständlich ist die Verwunderung des Regierungspräsidiums  über die neuerliche Verzögerung.“ Eine kompetente Bauüberwachung, so die LMU, hätte wohl schon im laufenden Betrieb der Baustelle eine Vorwarnung geben können, dass „wieder etwas gewaltig schief läuft“. Solche langen Verzögerungen fielen ja bestimmt nicht plötzlich vom Himmel. Durch den bisherigen, mit Fehlern und Verzögerungen gespickten Bauverlauf hätte man der Firma schon länger genauer auf die Finger schauen müssen, lautet die kritische Einschätzung der LMU.

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 In erster Linie seien jetzt Vorschläge gefragt, „wie die Folgen dieser Schlamperei für die Bevölkerung und die Dürrmenzer Gewerbetreibenden minimiert werden können“. Die Durchschaubarkeit der Verkehrsführung müsse verbessert werden. Der Hinweis auf Zufahrtsmöglichkeiten nach Dürrmenz sei schon in Mühlacker und Pinache zu verbessern. In Mühlacker würde ein übergroßes, auffälliges Schild „Durchfahrt nach Dürrmenz möglich!“ helfen. Weiter solle in der Presse und Öffentlichkeitsarbeit immer wieder betont werden, dass der Weg nach Dürrmenz frei sei. Denn etliche Leute glaubten, dass man nicht oder nur schwer über die Brücke komme.

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Ein netter Zug könnte auch sein, dass man eine städtische Werbe- und Solidaritätskampagne für die  Dürrmenzer Geschäfte starte, damit doch mehr Kunden „den Weg ins schöne und attraktive Dürrmenz finden“. Denn Geschäftsleute wollten nicht unbedingt staatliche Almosen, sondern hätten wohl gerne den Umsatz, den sie bei einer funktionierenden Infrastruktur gemacht hätten. Fragen stellten sich auch durch die etwaigen Folgen von starken Hochwassern, solange die Bauwerkstützmaßnahmen im Bereich des Enzdurchflusses vorhanden seien. Die LMU gehe davon aus, dass das Thema „Enzbrücke“ bald im Rat thematisiert werden. pm