Ergiebiger Dauerregen wird in der PZ-Region von Montagabend bis Mittwochmorgen erwartet. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Hochwasser und Erdrutschen.
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Region
Hochwassergefahr in Pforzheim und der Region: Warnung vor Dauerregen ab Montagabend

Pforzheim/Enzkreis/Kreis Calw. Nach dem Wind kommt der Dauerregen: Der Deutsche Wetterdienst warnt in einer Amtlichen Unwetterwarnung vor ergiebigen Regengüssen in Pforzheim und der Region. Ab Montagabend, 22 Uhr, bis voraussichtlich Mittwochmorgen, 6 Uhr, können demnach zwischen 40 und 70 Litern Regen pro Quadratmeter fallen.

Der DWD weist auf die Gefahr von Hochwasser an Bächen und kleineren Flüssen sowie Straßenüberflutungen hin. Auch Erdrutsche könnten auftreten, die Menschen in der Region sollen Fenster und Türen schließen.

Betroffen ist der Bereich rund um die Region Nordschwarzwald, vom Kreis Karlsruhe im Norden bis zum Ortenaukreis und dem Kreis Rottweil Richtung Süden. Eingestuft wird die Unwetterwarnung beim DWD in Stufe 3 – darüber kommt nur noch Stufe 4, die Warnung vor extremem Unwetter.

Sogar die Stadt Pforzheim warnt auf ihrer Website vor dem Dauerregen: Wer die Homepage aufruft, bekommt die Warnung direkt angezeigt.

Wenn Regen zum Problem wird

Schlimme Erfahrungen mit Hochwasser und Dauerregen hat die Region rund um Pforzheim in den vergangenen Jahren schon mehrmals gemacht: Ende Juli des vergangenen Jahres traf Starkregen vor allem den östlichen Enzkreis schwer: Keller standen unter Wasser, Straßen waren gesperrt. Ein großer Schaden entstand am neuen Wiersnheimer Rathaus. Bereits Mitte Juni hatten Gewitter und starker Regen zahlreiche Keller in den Gemeinden vollaufen lassen und die A8 überflutet: Auf Höhe Mutschelbach stand das Wasser auf 200 Metern Strecke einen guten Meter hoch.

Es dauerte nur wenige Minuten, dann stand die A8 komplett unter Wasser. In der Nacht zum Samstag hat ein heftiges Unwetter mit Regenfällen zu einer Überschwemmung der Autobahn bei Remchingen geführt.

Immer wieder ist der Hochwasserschutz in den Gemeinden in der Region Thema. Jüngst sagte Neulingens Bürgermeister und Sprecher der Rathauschefs im Enzkreis, Michael Schmidt: Gegen ein Starkregenereignis auf lokal eng begrenztem Raum sei kein Kraut gewachsen. Und das heiße auch: Gegen volllaufende Keller könne auch der beste Hochwasserschutz nichts ausrichten.

In schmerzlicher Erinnerung ist in ganz Deutschland auch die Flutkatastophe im Ahrtal geblieben: Viele Menschen verloren ihr Leben, noch mehr ihre Häuser und ihren Besitz.