Illingen. Im Vereinsheim des Kleintierzuchtvereins Illingen findet am Samstag, 20. August, die Jungtierschau inklusive Sommerfest statt. Für die Tierschutzorganisation Peta ein Grund zur Kritik: „Menschen könnten durch die Ausstellungen dazu verleitet werden, später gezüchtete Kaninchen im Handel zu kaufen, während in deutschen Tierheimen Tausende Tiere auf ein neues Zuhause warten“, heißt es in einer Pressemitteilung von Peta.
Außerdem würden derartige Veranstaltungen massiven Stress für die Tiere bedeuten.
„Zuchtverbände, die Kaninchen, Tauben, Hühner und auch exotische Vögel nach bestimmten Formen und Farben ‚kreieren‘, nehmen billigend in Kauf, dass viele der Tiere ihr Leben lang leiden und oftmals schwer krank sind“, heißt es weiter.


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So seien weiße Kaninchen – auch unter Albinos genannt – typische Qualzuchten. Die für ihre roten Augen bekannten Kleintiere würden nicht scharf, sehen. Auch anderen Arten gehe es durch die Zucht schlecht. Peta weist darauf hin, dass die Nachzucht auch die Situation für heimatlose Tiere verschärfe. Um die Nachfrage nach bestimmten Rassen zu befriedigen, produzieren Züchterinnen und Züchter reichlich Nachwuchs – dabei werden jährlich in Deutschland etwa 350 000 Tiere im Tierheim abgegeben oder ausgesetzt werden. Auf Anfrage nach einer Stellungnahme bei dem Vorsitzenden des Illinger Kleintierzuchtverein, Marco Mannhardt, verwies dieser auf den Landesverband. Dort hat die PZ nachgefragt: Mit einer Stellungnahme sei am Freitag zu rechnen.

