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Jetzt bezieht aber auch die Bürgerinitiative Leise A8 Stellung zu dem Energievorhaben. 

Sechs Masten in Naturschutzgebieten: Bürgerinitiative Leise A8 äußert Kritik an Stromplänen

Pforzheim-Eutingen/Kieselbronn/Niefern-Öschelbronn. Einmal ist die Höchstspannungsleitung, die zwischen Birkenfeld und Ötisheim entstehen soll, der Autobahn bereits in die Quere gekommen. Wie berichtet, war ein Mast auf einer Fläche vorgesehen, die für den A8-Ausbau benötigt wird. Er wurde verlegt. Jetzt bezieht aber auch die Bürgerinitiative Leise A8 Stellung zu dem Energievorhaben. Sie wundert sich über weitere sechs Masten in den Plänen der Transnet BW – denn die seien in ökologisch besonders geschützten Bereichen vorgesehen, darunter sogenannte FFH-Gebiete (Fauna-Flora-Habitat).

„Wie kann es sein, dass diese Masten, die einen massiven Eingriff in die Landschaft darstellen, in einer Fläche auftauchen, die im Planfeststellungsbeschluss für den Autobahnausbau als gesetzliche Ausgleichsmaßnahme festgelegt ist?“, fragt Vorstandsmitglied Josef Eberhardt.

Die Pläne für die Stromtrasse werden seit vielen Jahren immer wieder unter starker Beteiligung der Öffentlichkeit geschmiedet. Erst vor einigen Tagen hat einmal mehr die Gemeinde Kieselbronn im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens einen Vorstoß unternommen, um Verbesserungen für Anwohner und Umwelt zu erreichen. Die Leise A8 tut das nun auch. Sie verweist auf nicht zu unterschätzende Baugruben, die für die oft über 90 Meter hohen Masten benötigt würden. Einschnitte ausgerechnet in Flächen, die dazu vorgesehen seien, den Landschaftsverbrauch beim Bau der neuen Autobahn zu kompensieren“, findet Eberhardt. Leise-A 8-Vorstandvorsitzender Bernd Schuster pflichtet ihm bei: „Inwieweit man dabei noch von einem Erhalt von Schutzgebieten sprechen kann, bleibt ein Geheimnis der Planer.“ Ein Dorn im Auge ist den Bürgern auch der fällige Erdaushub. Schon bei den A 8-Plänen drängt die Initiative darauf, nicht zu viel Erde deponieren zu müssen. Bei der Autobahn regen sie den Einbau vor Ort in Lärmschutzwälle an.