nach oben
„Heute geschlossen“: Die beiden Jugendlichen Marco Herzog (links) und Matthias Jessen stehen vor verschlossener Tür. Foto: Meyer
„Heute geschlossen“: Die beiden Jugendlichen Marco Herzog (links) und Matthias Jessen stehen vor verschlossener Tür. Foto: Meyer
15.08.2018

Sorge um Wasserqualität: Warum das Nieferner Freibad geschlossen war

Niefern-Öschelbronn. Badegäste, die das Freibad in Niefern besuchen wollten, standen am Mittwoch vor verschlossenen Türen. Schuld daran ist ein technischer Defekt. Am Donnerstag soll das Freibad allerdings wieder öffnen.

Wie Bürgermeisterin Birgit Förster auf PZ-Nachfrage mitteilt, funktioniert die elektronische Steuerung der Filteranlage des Schwimmerbeckens nicht mehr. Der Nichtschwimmerbereich sowie das Baby-Becken seien nicht betroffen. Zur Sicherheit der Badegäste habe man das Freibad am Mittwoch geschlossen, um herauszufinden, wo genau das Problem liege. Dieses ist nun gefunden, allerdings noch nicht abschließend behoben. Dennoch nimmt das Bad laut Förster am Donnerstag den Betrieb wieder auf.

Die Filter im Becken werden normalerweise per Computer von außerhalb gelegenen Firmen über einen Fernzugriff überwacht und gesteuert. Doch genau dieser Zugriff funktioniere nicht mehr. Nun müssen die Mitarbeiter des Bades zur alten Vorgehensweise zurückkehren, und die Wasserqualität manuell überwachen. Das heißt, aus dem Becken werden regelmäßig Proben entnommen, die Werte wie Chlorgehalt, Bakterien und Verunreinigung, etwa durch Sonnencreme, zeigen sollen, so Förster.

So könne weiter eine gute Wasserqualität für die Badegäste sichergestellt werden. Unter Umständen sei es an heißen Tagen mit viel Betrieb möglich, dass das Becken für einen zusätzlichen Filterlauf kurzzeitig gesperrt werden muss. „Das kann aber auch bei elektronischer Steuerung passieren“, betont Förster. Für die Badegäste soll es darüber hinaus keine Beeinträchtigung geben, versichert sie. Dennoch fürchtet die Bürgermeisterin, dass Niefern die Freibadsaison wohl mit manueller Überwachung zu Ende bringen muss. Denn nicht nur die Ersatzteile, die den Fernzugriff auf die Filteranlage sicherstellen, sondern auch die zum Austausch benötigten Service-Techniker seien in der Urlaubszeit nur schwer zu bekommen.

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Erst vergangene Woche wurde das Wartbergbad nachmittags überraschend geschlossen. Der Grund: ein Chlorgasalarm.