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Hier verschaffen Finn seine Eltern Susanne und Jochen Glas, FDP-Politiker Erik Schweicker als Initiator und Begleitlehrer Andreas Langendörfer (von links) einen Hauch von Schwerelosigkeit. Fotos. Ketterl
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Überraschung im Physikunterricht: Finn Glas (Mitte) erfährt erst in der Schulstunde, dass er das Rennen um ein Astronautentraining im Juli in den USA gemacht hat. Die Kür hat FDP-Politiker Erik Schweickert (links) fürs Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt vorgenommen. Begleitet wird Finn von MINT-Lehrer Andreas Langendörfer (rechts). Mit Finn freuen sich die Mitschüler Marc Müller, David Haack (vorne) und Yasin Gürbüz.Fotos: Ketterl (2)/dpa
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Finn mit Mutter Susanne Glas von der Hochschule Pforzheim. Vater Jochen arbeitet bei Witzenmann. Die Firma fertigt ein Bauteil für die Nasa-Marsmission.

Von Tiefenbronn ins Weltall: Pforzheimer Schüler für Astronauten-Training ausgewählt

Tiefenbronn/Enzkreis/Pforzheim. Physiklehrer Severin Barton hat die Schüler des Physik-Vierstünders der Kursstufe eins am Hilda-Gymnasium Pforzheim gerade per Video-Simulation auf einen Marsflug geschickt, als plötzlich FDP-Landtagsabgeordneter Erik Schweickert mit Fotografen, Kamerateam und Journalisten den Fachraum stürmt.

Im Gepäck ein besonderes Ticket für einen jungen Mann in dieser Physikstunde: Finn Glas aus dem Tiefenbronner Ortsteil Lehningen ist der Jugendliche, der im Juli Deutschland beim internationalen Space Camp in den USA vertritt.

Unglaubliche Überraschung für den Schüler Finn Glas
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Unglaubliche Überraschung für den Schüler Finn Glas

Astronaut Hilda  2
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Erst einmal verschlägt es dem 16-Jährigen die Sprache. Wie es ihm mit der Aussicht auf ein Astronautentraining so geht? „Ich bin...“, beginnt Finn. Dann kommt er nicht weiter. Überraschung geglückt. Die Begeisterung hört man ihm dann im Schulflur an, wo er von seiner Liebe für Physik und Chemie erzählt, von seiner Faszination fürs Weltall und Menschen wie Alexander Gerst, die sich dorthin wagen. Von seinem Traum schon seit Grundschultagen, dem einmal nacheifern zu können. Von seinem einfachen Linsenteleskop und davon, wie es seine Eltern geschafft haben, ihm seine Kür bis zu dieser Physikstunde zu verheimlichen: „Sie haben nur gesagt, da gebe es noch Auswahlgespräche und ich solle mir besser ein Hemd anziehen.“

Susanne und Jochen Glas strahlen mit dem Sohn um die Wette. Dass die Suche nach Kandidaten für die Schulung im „U.S. Space and Rocket Center“ in Huntsville, Alabama, in die Osterferien fiel, sei für Finn kein Hindernis gewesen. Den PZ-Bericht darüber habe er im Urlaub auf Norderney bei PZ-News entdeckt und sich sofort an seine Bewerbung gemacht. Und die hat Schweickert, der als Vorsitzender des für Raumfahrt zuständigen Landtagsausschusses einen von bundesweit zwei Space-Camp-Teilnehmern für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) küren darf, voll überzeugt. Zu Recht, findet Lehrer Severin Barton. Raumfahrt und Finn Glas? „Das passt“, meint Barton.

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