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In der Dreierkette des VfB könnte es Marc Oliver Kempf (links) erneut mit Augsburgs Andre Hahn zu tun bekommen.  Foto: Weller/dpa 

Gegen Augsburg und Bielefeld müssen Siege her - VfB Stuttgart vor Schlüsselspielen

Stuttgart. Jetzt zählt’s für den VfB: Geht das Spiel in Augsburg verloren, stecken die Stuttgarter erst einmal im Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga fest. Trainer Pellegrino Matarazzo will das mit aller Macht verhindern – und das, ohne Druck aufzubauen. Zwar ist der VfB seit vier Punktspielen unbesiegt, doch nur eins dieser Spiele wurde gewonnen. „Das Spiel am Sonntag ist nicht unwichtig“, sagte Matarazzo am Freitag auf diplomatische Art und Weise übers richtungsweisende Sonntagsspiel (15.30 Uhr/DAZN) beim kriselnden FCA.

Die vom ehemaligen VfB-Coach Markus Weinzierl trainierten Augsburger stehen auf dem drittletzten Platz und das bei bislang nur sechs Punkten. Sollte der FCA gegen den VfB seinen zweiten Saisonsieg holen, wäre er bis auf einen Punkt an Matarazzos von Personalnot geplagtem Team dran.

Schon wenige Tage später steht für die Stuttgarter das nächste wegweisende Duell an: Dann ist die abstiegsbedrohte Arminia aus Bielefeld der Gegner. Zwei Partien innerhalb von sechs Tagen dürften beim VfB maßgeblich die Richtung für die kommenden Monate bestimmen.

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Anstatt den Druck auf ihre Mannschaft zu erhöhen, sprechen Matarazzo wie auch Sportdirektor Sven Mislintat gerade mit Blick aufs Augsburg-Spiel lieber von einer Chance. „Wenn man sich nur auf das Ergebnis fokussiert, ist man in einer Starrsituation“, sagte der Trainer am Freitag: „Wir müssen eine Chance sehen. Eine Chance, das Spiel zu gewinnen. Wir können drei Punkte holen für unseren Weg.“ Mislintat sprach sogar von einer „sehr, sehr guten Chance“.

Tatsächlich könnte der VfB sich mit einem Erfolg ordentlich Luft auf die Abstiegsränge verschaffen. Aber wer soll eigentlich die Tore schießen?

Angriff als Problemzone

Außer dem nach seiner Corona-Infektion noch nicht wieder fitten Stammkeeper Florian Müller muss Matarazzo ja auch in Augsburg auf den angeschlagenen Angreifer Omar Marmoush verzichten. Beim 0:2 am Mittwoch im DFB-Pokal gegen den 1. FC Köln hatte es der Coach angesichts der Personalmisere im Sturm mit Mateo Klimowicz probiert. Doch das misslang.

Da Neuzugang Wahid Faghir weiter keine Option für die Startelf zu sein scheint, will Matarazzo in Abwesenheit der langzeitverletzten Torjäger Sasa Kalajdzic und Silas Katoma Mvumpa in Augsburg mit seiner Stürmerwahl überraschen: „Wir werden sehen, wer gut drauf ist, welches Profil wir brauchen. Es sind ein paar Optionen möglich.“

Etwas mehr Optionen bieten sich dem 43-Jährigen immerhin in der Defensive. Abwehrchef Waldemar Anton wird wohl in die Anfangsformation zurückkehren und gemeinsam mit Konstantinos Mavropanos und Marc Oliver Kempf die Dreierkette bilden. „Waldi ist nicht nur wegen seiner Spielweise, sondern auch aufgrund seiner Führungsqualität ein wichtiger Spieler für uns“, sagte Matarazzo. Mit ihm soll der Weg für einen entspannten Winter bereitet werden.

Mögliche VfB-Aufstellung: Bredlow – Mavropanos, Anton, Kempf – Coulibaly, Mangala, Endo, Sosa – Führich, Nartey – Klimowicz