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Wann fällt der Startschuss für die Leichtathleten in diesem Sommer? Diese Frage kann man auch im Kreis Pforzheim derzeit noch nicht abschließend beurteilen. 

Mehrkampfmeisterschaften abgesagt: Termin-Nöte bei den Leichtathleten

Pforzheim. Die anhaltende Corona-Pandemie wirbelt auch die Planungen beim Leichtathletik-Kreis Pforzheim weiter kräftig durcheinander. Um sich über die Termine im ersten Halbjahr 2021 abzustimmen, hatte Vorsitzender Robert Geller zu einer Online-Vorstandssitzung eingeladen. Bei dem virtuellen Meeting wurde bekannt gegeben, dass die Kreismeisterschaften im Mehrkampf am 8./9. Mai in Niefern und die Kreismeisterschaften in den Blockwettkämpfen am 15.Mai in Büchenbronn nicht stattfinden können und deshalb abgesagt werden.

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Die neu erlassenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, die vorerst bis 30. Juni gelten, lassen auch die von den Vereinen im Monat Juni geplanten leichtathletischen Veranstaltungen nicht zu, „so dass diese wohl auch alle abgeblasen werden müssen“, wie der Kreisvorsitzende bedauernd feststellte. So wurde unter anderem schon der allseits beliebte Gaißeschennerlauf des TV Kieselbronn am 12. Juni abgesagt.

Nun hofft man im Verband, dass die Einzel-Kreismeisterschaften kurz vor den Sommerferien am 24. und 25. Juli im Buckenberg-Stadion in Pforzheim über die Bühne gehen können. Auf jeden Fall stattfinden sollen die Langstrecken-Kreismeisterschaften am 14. August in Königsbach-Stein, wie die stellvertretende Kreisvorsitzende Lidia Zentner hervorhob. Ausrichter ist die Gazelle Pforzheim/Königsbach. Dieses Event war am 17. April ausgefallen.

Dramatische Entwicklung

„Irgendetwas zu planen, ist aktuell wirklich sehr schwierig“, so Robert Geller. In diesem Zusammenhang wies der Kreisvorsitzende darauf hin, dass die Mitgliederentwicklung in den Vereinen teilweise dramatisch sei. Vor allem die Tatsache, dass im vergangenen Jahr ein gesamter Kinder-Jahrgang nicht den Weg in die Vereine fand, sei mehr als bedenklich.

Insgesamt haben die Sportvereine in Deutschland nach Angaben des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) während der anhaltenden Corona-Pandemie eine Million Mitglieder verloren. „Davon sind vor allem Kinder und Jugendliche betroffen“, sagt die DOSB-Vorstandsvorsitzende Veronika Rücker.

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Die Sportverbände verweisen in diesem Zusammenhang auch auf wissenschaftliche Studien, wonach bei Sport im Freien ein sehr geringes Infektionsrisiko bestehe. Zugleich gebe es wachsende Gefahren für die Gesundheit aufgrund des durch die Einschränkungen anhaltenden Bewegungsmangels.

Martin Mildenberger

Martin Mildenberger

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