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Auch die Rolle der Ordner, die bei einem Fußballspiel für Ruhe außerhalb des Platzes sorgen sollen, ist nun zum Streitpunkt zwischen dem FV Göbrichen und dem FV Öschelbronn geworden.  Foto: LVDESIGN/Adobe Stock 

Spielabbruch bei Göbrichen-Öschelbronn sorgt weiter für Ärger: Was haben die Ordner getan?

Neulingen-Göbrichen/Niefern-Öschelbronn. Auch zwei Tage danach sorgt der Spielabbruch vom Sonntag zwischen dem FV Göbrichen und dem FV Öschelbronn in der Kreisliga immer noch für sehr viel Gesprächsstoff in der Fußballszene. Vor allem die Verantwortlichen der beiden Vereine lässt der Vorfall, bei dem es außerhalb des Spielfeldes zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen sein soll, nicht in Ruhe.

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Am Dienstag meldete sich Carsten Bissinger bei der PZ. Der Sportliche Leiter des FV Öschelbronn will sich nicht den Schuh anziehen lassen, dass sein Verein mitverantwortlich für die Tumulte außerhalb des Spielfeldes gewesen sein soll. Bissinger kritisiert vor allem, dass der FV Göbrichen seiner Ordnerpflicht nicht nachgekommen sei. Er vermisste die Ordner, die in der aggressiven Situation deeskalierend hätten einwirken müssen. „Dann hätte man die Lage wohl anders gelöst“, sagt Bissinger. Die „Aggressionen von außen“ seien jedenfalls nicht von seinen Spielern gekommen. Dass bei seinem Spieler, der nach einem Tritt seinen Gegenspieler gewürgt haben soll, die Sicherungen kurzzeitig durchbrannten, gesteht der Sportliche Leiter mit Bedauern ein. „Ich kenne ihn sonst nur als schüchternen, ja introvertierten Jungen“, so Bissinger.

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Carsten Mayer, Vorstand Sport des FV Göbrichen, wehrt sich gegen die Vorwürfe aus Öschelbronn. Man habe drei Ordner, gekennzeichnet durch Jacken, im Einsatz gehabt. Die hätten sich in der aufgebrachten und aggressiven Atmosphäre aber nicht durchsetzen können. Mayer verweist außerdem darauf, dass vor den Tumulten ein Öschelbronner Spieler zu ihm gekommen sei und ihm gesagt hätte, man solle doch bitte dafür sorgen, dass der vom Platz gestellte Öschelbronner Spieler schnell in die Kabine komme, sonst würde es eskalieren. Der besagte Spieler sah nach einem Würgegriff die Rote Karte, bekam zuvor aber auch einen Tritt – angeblich in die Weichteile – bei einem Zweikampf verpasst. Das war der Auslöser für die Tumulte in Göbrichen und dem anschließenden Spielabbruch.

Carsten Mayer betonte am Dienstag, dass es bei den Tumulten gewiss hoch herging. Dass es aber keinen einzigen Schlag unter den Zuschauern und Spielern gab. Mayer hofft, dass die Partie wiederholt wird.

Dominique Jahn

Dominique Jahn

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