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Es tut sich schon was!

In Bewegung: Traditionelle Frauen- und Männerberufe werden auch vom jeweils anderen Geschlecht für die Ausbildung nachgefragt. FOTO: STANDRET - STOCK.ADOBE.COM/TYLER OLSON - STOCK.ADOBE.COM

Es tut sich schon was!

Viele Auszubildende halten noch an geschlechter-traditionellen Lehrberufen fest - erst langsam kommt Bewegung in Rollen-Modelle.

Karriere

Kraftfahrzeugmechatronikerin oder Medizinischer Fachangestellter – solche Berufsbezeichnungen lesen sich noch immer selten, denn bei der Berufswahl zeigen sich nach wie vor deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. 

So war 2024 der Beruf der Medizinischen Fachangestellten mit einem Anteil von 9,4 Prozent aller neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge immer noch der meistgewählte Ausbildungsberuf unter weiblichen Auszubildenden. Bei den männlichen Auszubildenden war Kraftfahrzeugmechatroniker mit einem Anteil von 7,5 Prozent weiterhin die erste Wahl, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Girls‘ Day und Boys‘ Day am 23. April mitteilte. Im Rahmen dieses Aktionstages können junge Frauen und Männer Berufe kennenlernen, in denen sie jeweils unterrepräsentiert sind. 

Männer liegen vorne

Auf dem zweiten Platz bei den Neuverträgen der weiblichen Auszubildenden folgte 2024 der Ausbildungsberuf der Kauffrau für Büromanagement (8,8 Prozent), auf dem dritten Platz jener der Zahnmedizinischen Fachangestellten (7,5 Prozent). Bei den männlichen Auszubildenden folgten auf Rang zwei und drei der Beruf des Fachinformatikers (5,0 Prozent) und der des Elektronikers mit 4,6 Prozent. 

Nach wie vor absolvieren deutlich mehr Männer als Frauen eine Berufsausbildung im dualen System: Von den rund 475 100 Personen, die im Jahr 2024 in Deutschland einen entsprechenden neuen Ausbildungsvertrag abschlossen, waren knapp zwei Drittel (63,8 Prozent) männlich. 

Generell sank das Angebot an Ausbildungsplätzen um 25.300 auf 530.300 Plätze. Zum Stichtag 25. September waren aber auch rund 54.400 Stellen unbesetzt, 15.000 weniger als im Vorjahr. 39.900 Bewerberinnen und Bewerber blieben dennoch unversorgt, 28 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. „Das Angebot geht zurück, das Interesse steigt – und dennoch bleiben viele Stellen unbesetzt, weil es an der Passung fehlt“, sagte Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) im Rahmen des vorgestellten Berufsbildungsberichts. dpa