Fast jeder Mensch hat Pigmentflecke, die häufig auch als Leberflecke oder Muttermale bezeichnet werden. Meist sind solche Pigmentmale harmlos.
Im Laufe des Lebens kann sich ein Pigmentmal jedoch zu schwarzem Hautkrebs entwickeln. Darüber hinaus gibt es noch weißen Hautkrebs. Er ist weitaus häufiger als schwarzer Hautkrebs.
Zu den Hauttumoren gehören die vergleichsweise häufigen Basalzellkarzinome, auch Basaliome genannt. Sie gehen von der Basalzellschicht der Haut aus. Ebenfalls häufig treten Plattenepithelkarzinome auf, weitere Bezeichnungen dafür sind Spinaliom oder Spindelzellkarzinom. Diese Hautkrebsformen bezeichnet man auch als „hellen" oder ,,weißen" Hautkrebs. Sie metastasieren sehr selten und haben deshalb in der Regel eine gute Prognose.
Das Zentrum für Krebsregisterdaten schätzt, dass im Jahr 2018 rund 200 000 Menschen an weißem Hautkrebs erkrankten. Davon sind etwa 150 000 Menschen an einem Basalzellkarzinom erkrankt und rund 50 000 Personen an einem Plattenepithelkarzinom.
Als wichtigste Risikofaktoren hierfür gelten ein heller Hauttyp, die Belastung der Haut mit UV-Strahlung von Sonne und Solarien, Schäden der Haut, die beispielsweise nach einer Strahlentherapie oder durch ionisierende Strahlung im Allgemeinen auftreten können, oder eine langjährige Arsenbelastung, etwa aus dem beruflichen Umfeld.
Einen anderen Verlauf als beim weißen Hautkrebs beobachten Mediziner beim Melanom, dem ,,schwarzen Hautkrebs". Diese Hautkrebsform ist gefährlicher, da sich die Krebszellen rasch über das Lymphgefäßsystem oder die Blutbahn im Körper ausbreiten können.
Maligne Melanome sind seltener als Basalzellkarzinome oder Plattenepithelkarzinome: 2018 erkrankten nach Angaben der Gesellschaft der Epidemiologischen Krebsregister und des Zentrums für Krebsregisterdaten am Robert-Koch-Institut in Deutschland etwa 23 000 Menschen an einem Melanom. Weltweit steigen allerdings die Erkrankungszahlen - vor allem dort, wo hellhäutige Menschen einer starken Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind und sich dieser in ihrer Freizeit auch bewusst aussetzen.
Hier gelten als wichtigste Risikofaktoren: Viele Pigmentflecken, ein heller Hauttyp und die Belastung der Haut mit UV-Strahlung von Sonne und Solarien. Auch Erkrankungen bei nahen Verwandten spielen eine Rolle für das individuelle Melanomrisiko. pm
