„Prävention ist ein wichtiger Baustein, um dem Krebs die Stirn bieten zu können", erklärt Prof. Dr. Oliver Bachmann, Leiter des Onkologischen Zentrums Siloah St. Trudpert Klinikum, im Interview gegenüber PZ-Redakteur Ralf Bachmayer.
Warum ist das Thema Vorsorge so enorm wichtig und warum wird das Angebot denn noch immer nicht breitflächig angekommen?
Viele Krebsvorstufen und -erkrankungen in einem frühen Stadium sind heutzutage sehr gut therapierbar und sogar heilbar. Krebs muss aber als solcher erkannt werden. Je früher dies geschieht, desto besser und größer ist die Chance, dem Krebs die Stirn zu bieten.
Leider gehen viele Menschen erst zum Arzt, wenn sie Beschwerden haben. Ich würde mir wünschen, dass die Krebsvorsorge so selbstverständlich wird wie die regelmäßige Wartung oder der TÜV beim Auto.
Wie ist Ihr Haus bei Tumorerkrankungen aufgestellt?
Mit unserem Onkologischen Zentrum gewährleisten wir Patienten die beste Diagnostik und Therapie nach den aktuellen Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft.
Die Behandlung erfolgt in unseren spezialisierten Krebszentren und interdisziplinär zwischen den Experten der verschiedenen Abteilungen und Disziplinen. Eine intersektorale Behandlungseinheit für Onkologie stellt im Klinikum die ambulante und stationäre Versorgung der an Krebs erkrankten Patienten sicher.
Damit alle zu jeder Zeit informiert sind und sich bezüglich der weiteren Schritte in der Therapie beraten und austauschen können, finden dreimal in der Woche sogenannte Tumorkonferenzen mit Kollegen und externen Partnern wie etwa der Pathologie und Strahlentherapie statt.
