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Wissen, Vorsorge – und Solidarität

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Wissen, Vorsorge – und Solidarität

Am heutigen 4. Februar rückt der Weltkrebstag erneut eine Krankheit in den Fokus, die weltweit Millionen Menschen betrifft - und doch lange kein unausweichliches Schicksal mehr ist.

Gesundheit

Krebs gilt heute mehr denn je als eine Herausforderung, der mit Wissen, Prävention, moderner Medizin und gesellschaftlicher Solidarität begegnet werden kann. Der Aktionstag, initiiert von der Union for International Cancer Control (UICC), steht für Aufklärung und Hoffnung gleichermaßen. 

Neue Medikamente

Allein in Deutschland erhalten jedes Jahr rund eine halbe Million Menschen eine Krebsdiagnose. Die Zahl ist hoch, doch die medizinischen Fortschritte der vergangenen Jahre sind ebenso bemerkenswert. Früherkennung, personalisierte Therapien und neue Medikamente haben die Überlebenschancen deutlich verbessert. Bei vielen Krebsarten, etwa Brust-, Prostata- oder Darmkrebs, ist eine Heilung heute möglich – insbesondere dann, wenn die Erkrankung früh erkannt wird. 

520 000 Menschen
erkranken in Deutschland jedes Jahr neu an Krebs.

Quelle: Deutsche Krebshilfe

Gesunder Lebensstil

FOTO: WEDMOMENTS.STOCK
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Ein zentrales Thema des Weltkrebstages bleibt daher die Vorsorge. Regelmäßige Untersuchungen, Impfungen wie gegen HPV sowie ein bewusster Umgang mit Risikofaktoren können Leben retten. Studien zeigen, dass ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, Bewegung, dem Verzicht auf Tabak und einem maßvollen Alkoholkonsum das Krebsrisiko deutlich senken kann. Dennoch nehmen viele Menschen Vorsorgeangebote nicht wahr – aus Unsicherheit, Zeitmangel oder Angst vor der Diagnose. 

Neben der medizinischen Perspektive rückt der Weltkrebstag auch die sozialen und psychischen Dimensionen der Krankheit in den Blick. Eine Krebsdiagnose verändert das Leben der Betroffenen schlagartig. Neben körperlichen Belastungen sind es oft Sorgen um Familie, Beruf und finanzielle Sicherheit, die Patienten und Angehörige stark beanspruchen. Beratungsangebote, psychoonkologische Betreuung und Selbsthilfegruppen spielen deshalb eine immer wichtigere Rolle. 

Vier Millionen Menschen
leben mit der Krankheit in Deutschland.
Quelle: Deutsche Krebshilfe

Nicht zuletzt ist Krebs auch eine Frage der globalen Gerechtigkeit. Während in Industrienationen moderne Therapien verfügbar sind, fehlt in vielen Ländern der Zugang zu grundlegender Diagnostik und Behandlung. Der Weltkrebstag erinnert daran, dass der Kampf gegen Krebs nur dann erfolgreich sein kann, wenn niemand zurückgelassen wird. 

Aufruf zum Handeln

Der 4. Februar ist damit mehr als ein symbolischer Termin. Er ist ein Aufruf zum Handeln – für Politik, Gesundheitswesen und jeden Einzelnen. Denn Krebs geht uns alle an. Und je informierter, aufmerksamer und solidarischer eine Gesellschaft ist, desto größer sind die Chancen, diese Krankheit weiter zurückzudrängen. WALTER KINDLEIN

Gemeinsam einzigartig

Das Motto der Internationalen Vereinigung gegen Krebs (UICC) lautet „Gemeinsam einzigartig“ oder international „United by Unique“. Damit kommt zum Ausdruck, dass Krebspatienten durch ihre medizinische Diagnose miteinander verbunden sind und doch jede Patientin und jeder Patient eine ganz eigene Geschichte, eigene Erfahrungen und eigene Bedürfnisse hat – auch viele Jahre nach einer Krebserkrankung.

Seit ihrer Gründung vor über 50 Jahren setzt sich die Deutsche Krebshilfe dafür ein, die Versorgung von krebskranken Menschen immer weiter zu verbessern. So fördert die Organisation Projekte zur Verbesserung der Prävention, Früherkennung, Diagnose, Therapie, medizinischen Nachsorge und psychosozialen Versorgung, einschließlich der Krebs-Selbsthilfe.

Mit dem Informations- und Beratungsdienst INFONETZ KREBS und dem Härtefonds steht die Organisation Krebspatienten direkt zur Seite.