Klein, aber oho
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Klein, aber oho

Fingerspitzengefühl: Das Abtasten der Schilddrüse kann für Experten schon zu einer ersten Einschätzung führen. FOTO: MICROGEN - STOCK.ADOBE.COM

Klein, aber oho

Mit ihrer Hormonproduktion beeinflusst das Mini-Organ viele Prozesse im Körper. Gibt es Probleme, können die sich auf ganz verschiedene Arten zeigen, wie die Experten des Schilddrüsen-Zentrums vom Siloah Klinikum wissen.

Gesundheit

Was tun, wenn die Schilddrüse streikt?Beinahe jeder dritte Deutsche leidet an einer krankhaften Veränderung der Schilddrüse. Sie ist lebenswichtig und steuert viele Körperfunktionen, wie etwa den Stoffwechsel, das Wachstum und die Entwicklung des Körpers. Funktionsstörungen oder krankhafte Veränderungen der Schilddrüse haben daher oft weitreichende Folgen. Am Schilddrüsenzentrum des Siloah St. Trudpert Klinikums haben sich Experten unterschiedlicher Disziplinen zusammengeschlossen, um Patienten fachübergreifend die beste Behandlung bieten zu können. Diese interdisziplinäre Rundumversorgung der Endokrinologie, Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde sowie der Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und minimal-invasiven Chirurgie ist in der Region einmalig und stellt die bestmögliche und moderne Versorgung der Patienten sicher. Diese werden prä- und postoperativ begleitet und betreut.Welche Erkrankungen werden im Schilddrüsenzentrum behandelt?Wir behandeln verschiedene Arten von Schilddrüsenerkrankungen interdisziplinär. Zu diesen zählen beispielsweise Struma, eine Vergrößerung der Schilddrüse. Aber auch Schilddrüsenknoten, Autoimmunerkrankungen mit Unter- bzw. Überfunktionen – beispielsweise Hashimoto Thyreoiditis oder Morbus Basedow – gehören zum Leistungsspektrum. Wir können bei der Therapie auf ein großes Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Methoden sowie der Erfahrung mehrerer Fachbereiche zurückgreifen, um so die individuell beste Behandlung zu wählen.

Welche Symptome weisen auf eine Schilddrüsenerkrankung hin?

Das können unterschiedliche Symptome sein. Typische Anzeichen sind Müdigkeit, Abgeschlagenheit, hoher Blutdruck und Puls, Gewichtsab- oder zunahme, dauerhafter Druck im Hals oder sichtbare äußere Schwellung im Halsbereich. Wer Beschwerden hat, die sich nicht einordnen lassen, sollte einen Termin beim Hausarzt vereinbaren, der auch Probleme mit der Schilddrüse in Betracht ziehen sollte.

Welche Untersuchungen stehen zur Verfügung?

Zur Diagnostik einer Schilddrüsenerkrankung nutzen wir meist vier Untersuchungen. Neben dem Abtasten der Schilddrüse untersuchen wir diese auch per Ultraschall. Zusätzlich findet eine Blutuntersuchung zur Abklärung des Hormonstatus statt. Ergänzend veranlassen wir eine Schilddrüsen-Szintigraphie. Mit dieser stellen wir fest, ob ein Knoten zu viele oder zu wenige Hormone produziert. Diese Knoten können vermehrt – warmer beziehungsweise – heißer Knoten oder vermindert (kalter Knoten) an der Produktion der Schilddrüsenhormone teilnehmen. Vor und nach Schilddrüsenoperationen erfolgt immer eine HNO-ärztliche Stimmbanduntersuchung.

Wann muss die krankhafte Veränderung der Schilddrüse operativ behandelt werden?

Die Empfehlung einer Operation muss immer individuell erfolgen. Prinzipiell gilt: Bei einer deutlich vergrößerten Schilddrüse, die zu Beschwerden wie Atemnot führt, einer Schilddrüsenüberfunktion, die durch Medikamente nicht regulierbar ist und vor allem bei einem Verdacht auf einen bösartigen Tumor ist die Indikation zur Operation gegeben.

Ihre Experten des Schilddrüsenzentrums am Siloah St. Trudpert Klinikum

Priv.-Doz. Dr. med. Oliver Reichel Chefarzt der Klinik für Hals- Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie

Priv.-Doz. Dr. med. Tim Schulz Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und minimal-invasive Chirurgie

Dr. med. Boja Lazic Fachärztin für Innere Medizin, Endokrinologie, Diabetologie (DDG)