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Schillernd - durch und durch

Ab ins kühle Nass - ein paar Grade weniger und einige Blätter im Wasser tun dem Vergnügen keinen Abbruch. FOTO: ANNATAMILA - STOCK.ADOBE.COM

Schillernd - durch und durch

Freizeit

Wenn der 2026 gar so übermächtige Sommer langsam aber sicher dazu auffordert, die Liegestühle zusammenzuklappen und der Herbst seinen großen Farbkasten öffnet, beginnt eine Jahreszeit, die mehr kann als Nebel und nasse Schuhe. Der Herbst macht Lust auf Genuss, Gemütlichkeit – und ein bisschen Luxus im Alltag.

Wer etwa einen Pool besitzt, muss dabei keineswegs sofort den Stöpsel ziehen. Gerade an sonnigen Herbsttagen kann die private Wasseroase noch einmal groß auftrumpfen. Mit beheiztem Wasser wird aus dem Pool ein kleines Wellness-Paradies: Draußen raschelt das Laub, drinnen beziehungsweise mittendrin lässt man sich treiben. Fehlt der Pool, tun es natürlich auch Sauna, Whirlpool oder ein ausgedehntes Bad. Hauptsache warm, während draußen die Temperaturen Purzelbäume nach unten schlagen. 

Auch im Garten ist noch lange nicht Feierabend. Jetzt wird gepflanzt, geschnitten, aufgeräumt und vorbereitet. Blumenzwiebeln verschwinden in der Erde und versprechen schon den nächsten Frühling, während Gräser, Astern und Chrysanthemen noch einmal Farbe liefern. Und wer keine Lust auf Gartenarbeit hat? Der darf sich mit einer Tasse Kaffee auf die Terrasse setzen und behaupten, er betreibe gerade intensive Naturbeobachtung. 

7.4 Millionen
7,4 Millionen mehrtägige Reisen gab es 2025 mit dem Bus. Die herbstlichen Fahrten haben daran sicherlich ihren nicht zu unterschätzenden Anteil.

Drinnen übernimmt unterdessen die Gemütlichkeit das Kommando. Kissen, Decken, Kerzen, Holz, warme Erdtöne und dekorative Zweige machen aus vier Wänden ein kuscheliges Herbstquartier. Kürbisse dürfen ebenfalls mitspielen – allerdings möglichst stilvoll und nicht gleich in Kompaniestärke. Schon wenige Akzente reichen, um Sommerfrische gegen Wohlfühlatmosphäre zu tauschen. 

Und dann wäre da noch die vielleicht schönste Seite des Herbstes: der Genuss. Kürbis, Pilze, Äpfel, Birnen, Trauben, Nüsse und Wildgerichte melden sich zurück auf den Speisekarten. Dazu ein kräftiger Rotwein, ein Federweißer oder frisch gepresster Apfelsaft – und schon schmeckt die Jahreszeit so gut, wie sie aussieht. 

Der goldene Herbst ist eben kein trauriger Abschied vom Sommer. Er ist vielmehr die Einladung, es sich richtig gut gehen zu lassen: im warmen Wasser, im bunten Garten, im gemütlichen Zuhause und natürlich am gedeckten Tisch. So gesehen darf der Winter ruhig noch ein bisschen warten. WALTER KINDLEIN