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Wider die große Hitze

FOTO: PRIVAT

Wider die große Hitze

Beschattung wird auch im kommenden Jahr ein großes Thema sein. PZ-Redakteur Walter Kindlein sprach darüber mit dem Remchinger Markisenspezialist René Reinbold

Genuss

Ein Wintergarten ist ein wunderbarer Platz zum Wohlfühlen. Doch wie lässt sich verhindern, dass er im Sommer zur Sauna wird?

Und was ist im Winter beim Wärmeschutz zu beachten? Damit sich der Wintergarten bei Sonnenschein nicht übermäßig aufheizt, kommt es vor allem darauf an, die Sonnenstrahlen bereits abzufangen, bevor sie überhaupt auf die Verglasung treffen. Besonders wirkungsvoll ist deshalb eine außenliegende Beschattung oberhalb des Wintergarten- oder Terrassendachs. Hier bieten sich spezielle Aufdachmarkisen an, die auf Schienen über die Glasflächen geführt werden. Sie lassen sich individuell anfertigen und passen damit auch auf Dächer mit ungewöhnlichen oder asymmetrischen Formen. Ideal ist eine Kombination mit Sonnen-, Wind- und Regensensoren. Diese sorgen dafür, dass die Markise je nach Wetterlage automatisch aus- oder einfährt – selbst wenn niemand zu Hause ist. So bleibt die Hitze draußen und die Beschattung ist gleichzeitig vor ungünstigen Witterungseinflüssen geschützt. Für senkrechte Glasflächen eignen sich außerdem Senkrechtmarkisen, Jalousien oder Rollläden, die ebenfalls für angenehmen Sonnenschutz sorgen. 

Was aber, wenn der Wintergarten schon einige Jahre auf dem Buckel hat?

Lässt sich auch ein älteres Modell noch wirksam vor zu viel Sonne schützen? Auf jeden Fall! Auch bei bereits bestehenden und älteren Wintergärten lässt sich eine leistungsfähige Beschattung in aller Regel problemlos nachrüsten. Ein kompletter Austausch des Glasdachs ist dafür nicht erforderlich. Mit passenden, individuell abgestimmten Systemen kann der Sonnenschutz auch nachträglich deutlich verbessert werden. 

Eine solche Nachrüstung kostet natürlich Geld. Können Hausbesitzer dabei auf staatliche Fördermittel hoffen?

Ja, auch 2026 gibt es in Deutschland entsprechende Fördermöglichkeiten. Unterstützt werden kann sowohl der erstmalige Einbau als auch der Austausch außenliegender Sonnenschutzeinrichtungen, beispielsweise von Markisen oder Rollläden, sofern diese die jeweiligen Anforderungen erfüllen und eine optimierte Tageslichtversorgung ermöglichen. 

Grundlage dafür ist die Bundesförderung für effiziente Gebäude, kurz BEG. Sie unterstützt unter bestimmten Voraussetzungen Maßnahmen, die zur energetischen Verbesserung eines Gebäudes beitragen. Zuschüsse für entsprechende Einzelmaßnahmen werden insbesondere über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vergeben. Darüber hinaus bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Rahmen geeigneter Förderprogramme zinsgünstige Darlehen an.inar.