Service
Mit Medikamenten und gesunder Ernährung gegen Herzschwäche

Herzschwäche klingt im ersten Moment harmlos. Ist die Krankheit allerdings chronisch, muss sie unbedingt mit Medikamenten behandelt werden, damit sie nicht zum frühzeitigen Tod führt. Um das Risiko für Herzschwäche zu senken, ist eine gesunde Ernährung von entscheidender Bedeutung.

Herzschwäche: Symptome ernst nehmen und behandeln

Rund zwei Millionen Deutsche leiden unter Herzschwäche, die unter Medizinern als Herzinsuffizienz bekannt ist. Die Krankheit ist hierzulande der häufigste Grund für eine Krankenhauseinweisung und beginnt in der Regel schleichend. Die meist älteren Betroffene fühlen sich müde und weniger leistungsfähig, kommen schon beim Treppensteigen außer Atem und bemerken Wasseransammlungen in den Beinen. Was nach typischen Alterserscheinungen klingt, ist unbedingt ernst zu nehmen.

Der Grund für die Beschwerden kann nämlich Herzschwäche sein. Das Herz ist dann nicht mehr in der Lage, wie gewöhnlich Blut durch den Körper zu pumpen. Die Organe werden nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt, Blut kann sich vor der Lunge stauen und zu Flüssigkeitsansammlungen führen.

Je früher die Behandlung von Herzschwäche beginnt, desto besser. Ärzte verschreiben zunächst ACE-Hemmer, Betablocker und Diuretika. Helfen die ACE-Hemmer nicht wie gewünscht, kann die neue Wirkstoff-Kombination Sacubitril-Valsartan Abhilfe schaffen. Im Vergleich zu bisherigen Therapien senken Medikamente mit diesen Wirkstoffen laut Studien die Sterblichkeitsrate um 20 Prozent und die Zahl der Klinikaufenthalte um 21 Prozent.

Studie belegt: Gesunde Ernährung ist gut fürs Herz

Ein Forscherteam der Mayo Clinic in Rochester, Minnesota, hat in einer Studie herausgefunden: Eine überwiegend vegetarische Ernährung senkt im Vergleich zu fleischbetonter, fettiger Nahrung das Herzschwächerisiko. Die Studienteilnehmer wurden fast zehn Jahre lang begleitet und in verschiedene Ernährungsgruppen eingeteilt. Die Gruppe der sogenannten südlichen Diät, bei der häufig frittierte und gebratene Lebensmittel, viel Fleisch und zuckerhaltige Getränke auf den Tisch kommen, hatte ein um 72 Prozent erhöhtes Risiko, aufgrund von Herzversagen im Krankenhaus behandelt werden zu müssen. Die Teilnehmer, die sich von reichlich Obst und Gemüse sowie Fisch ernährten, hatten ein um 41 Prozent niedrigeres Risiko.

Worauf Herzpatienten bei ihrer Ernährung achten sollten

Ein gesunder Lebensstil beugt Herzschwäche vor und unterstützt die medikamentöse Behandlung. Regelmäßige Bewegung als Therapie kräftigt den Herzmuskel und stärkt das Herz-Kreislauf-System. Eine ausgewogene Ernährung kann erwiesenermaßen den Verlauf von Herzinsuffizienz positiv beeinflussen.

Herzpatienten sollten unbedingt auf eine vollwertige Ernährung achten. Das gelingt, indem sie möglichst oft frisch kochen und Fleisch durch Fisch ersetzen. Je weniger Salz in den Speisen steckt, desto besser. Fast-Food, Fertiggerichte und Fleisch sowie alkoholische und zuckrige Getränke wirken sich negativ auf die Herzgesundheit aus.