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Guido Grohmann vom Bundesverband Uhren und Schmuck (Mitte) und Joachim Dünkelmann vom Bundesverband der Juweliere (rechts) begrüßen Michel Loris-Melikoff, Chef der Houruniverse ehemals Baselworld, in Pforzheim.  Foto: Moritz 

Baselworld geht, die neue Messe kommt: Houruniverse findet nächstes Jahr im April in Basel statt

Pforzheim. Verstaubt, teuer, unflexibel: So lautete die Kritik an der Baselworld der vergangenen Jahre. Nun präsentiert der Veranstalter MCH Group die Messe im neuen Gewand – samt Namen: Houruniverse soll vom 8. bis zum 12. April 2021 in Basel stattfinden. Es ist ein englisches Wortspiel für Uhr und unser Universum, wie Managing Director Michel Loris-Melikoff gestern einem Fachpublikum im Pforzheimer Parkhotel das neue Konzept erläuterte. Geladen hatte der Bundesverband Schmuck und Uhren aus Pforzheim und der Bundesverband der Juweliere mit Sitz in Köln.

Das Universum soll wachsen: Neben Uhren, Schmuck und Edelsteinen werden auch Themen wie Nachhaltigkeit und Smartwatches bedient. Neben etablierten Unternehmen auch Start-ups. „Wir haben keine Einschränkungen mehr“, sagte Loris-Melikoff. Es gehe über das Geschäft hinaus. Man habe die Zukunft im Blick, will eine „inspirierende Atmosphäre“ mit Ausstellungen, Pop-up-Stores und Partys schaffen.

Neu ist der digitale Aspekt: In der Corona-Krise musste die Branche andere Vertriebskanäle suchen – seien es ein Online-Shop, E-Mail-Newsletter oder Video-Präsentationen. Deshalb spricht er von einer „hybriden Plattform“. Die Messe soll um eine digitale Plattform erweitert werden, die bald an den Start geht und künftig das ganze Jahr aktiv ist – eine Art Facebook oder Linkedin für die Branche, um leichter Geschäftskontakte knüpfen zu können.

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Mit dem neuen Konzept muss die Houruniverse ihre Relevanz in der Branche aber erst beweisen, deren Image 2018 zu bröckeln begann, als der größte Aussteller, die Swatch Group, ausstieg. Nach dem Fiasko im April, als MCH die Baselworld aufgrund der Corona-Pandemie absagen musste, blieben die Kunden auf Teilkosten sitzen. Es ging um 35 Prozent – für kleine Aussteller in der Krise eine Menge Geld. Doch selbst die großen namhaften Marken wie Rolex, Chanel oder Chopard zogen die Reißleine. Sie kündigten ihren Rückzug von der Baselworld an, um im Genf ein eigenes „Luxus-Format“ aufzuziehen.

Man habe aus Fehlern der Vergangenheit gelernt, machte Loris-Melikoff deutlich. „Die Baselworld musste sich transformieren.“

Mehr lesen Sie am Donnerstag, 1. Oktober, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

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Katharina Lindt

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