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Die Rechtsanwälte Rolf Pfisterer und Eva Kurek mit Cetitec-Geschäftsführer Thomas Keicher (rechts).

Porsche steigt bei Pforzheimer Softwareschmiede Cetitec ein

Pforzheim. Sportwagenbauer Porsche übernimmt die Mehrheit an der Pforzheimer Softwareschmiede Cetitec und beweist damit, dass die digitale Vernetzung im Automobil immer wichtiger wird.

Die Erfolgsgeschichte begann vor 20 Jahren im Pforzheimer Gründerzentrum Innotec. Drei junge Unternehmer riefen eine Software-Firma ins Leben, die heute 100 Mitarbeiter zählt. Jetzt beteiligt sich Porsche am Spezialisten für das digitale Fahrzeug. Der Sportwagenbauer übernimmt die Mehrheit am Pforzheimer Software-Unternehmen Cetitec. Damit reagiert Porsche auf den immer höheren Stellenwert und die wachsende Komplexität von Software und Elektronik im Fahrzeug. Der Name Cetitec steht für „Connective Technologies“ und unterstreicht die Kompetenz im Bereich der Fahrzeugvernetzung.

Vernetzung wird zum Standard

„Unsere Kunden erwarten künftig in ihrem Auto Softwareaktualisierungen, wie man sie heute vom Smartphone kennt“, sagt Michael Steiner, Vorstand für Forschung und Entwicklung der Porsche AG. „Die Vernetzung des Fahrzeugs mit seiner Umwelt, dem Zuhause und anderen Fahrzeugen wird zum Standard. Dafür brauchen wir zeitgemäße Software-Architekturen und dazu passende Lösungen. Deshalb ist Cetitec genau der richtige Partner für uns“, so Steiner.

„Die Beteiligung von Porsche an unserem Unternehmen bietet uns die Möglichkeit, die Anforderungen der Fahrzeughersteller noch besser zu verstehen und so die Entwicklung innovativer Softwareprodukte weiter auszubauen“, sagt Thomas Keicher, geschäftsführender Gesellschafter von Cetitec. „Die Perspektive, zusammen mit Porsche unsere Produkte in neuen Fahrzeugkonzepten zu etablieren, eröffnet uns ein enormes Wachstumspotenzial und sichert gleichzeitig die Arbeitsplätze bei Cetitec“, so Keicher.

Spezialisiert auf Software-Plattformen im Auto

Die Pforzheimer Firma ist spezialisiert auf die Software-Plattformen im Automobil. Beide Partner blicken auf eine langjährige Zusammenarbeit zurück. Porsche entwickelt aktuell das erste Fahrzeug auf Basis der neuen Elektronik-Architektur „E³“, die voraussichtlich 2022 zum Einsatz kommen soll.

Unterstützt wurde Cetitec bei der Transaktion von der Pforzheimer Rechtsanwaltskanzlei Schindhelm Pfisterer und Kollegen, die seit vielen Jahren auf die Beratung und Betreuung von Technologieunternehmen spezialisiert ist. Cetitec bleibt wie bisher als selbstständiger Software-Lieferant für die Automobilindustrie am Markt. Der Standort Pforzheim bleibt erhalten. „Wir haben auf der Wilferdinger Höhe noch viel Platz, um weitere Arbeitsplätze zu schaffen“, erklärte Keicher im Gespräch mit der PZ.

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