nach oben
Unser Archivbild zeigt Blockierer der Rettungsgasse auf der A5.  © dpa
08.05.2019

114 Fahrzeuge blockieren Rettungsgasse auf der A5 - Fahrverbote drohen

Bruchsal. Nach einem Auffahrunfall zweier Lastwagen mit einem Schwerverletzten am Dienstagvormittag auf der A5 zwischen Bruchsal und Kronau mit einem bis zu 20 Kilometer langen Stau haben Beamte der Karlsruher Verkehrspolizei die Einhaltung der Rettungsgasse überwacht. Die Verkehrsgruppe „Video- und Messdienst“ stellte mit einem zivilen Videofahrzeug bei zwei Überwachungsfahrten zwischen 11.35 Uhr und 13.10 Uhr zwischen den Anschlussstellen Karlsruhe-Nord und Kronau wieder zahlreiche Verstöße fest.

Keine vorschriftsmäßige Rettungsgasse bildeten 59 Auto- und 42 Lkw-Fahrer. Weitere 10 Auto- und 3 Lkw-Fahrer behinderten gar Einsatzfahrzeuge. Sie müssen mit Bußgeldern von 200 Euro bis 240 Euro, zwei Punkten im Verkehrszentralregister und bei Behinderung von Einsatzfahrzeugen zudem mit einem Monat Fahrverbot rechnen.

Die Verkehrspolizisten stellten neben den von Verkehrsteilnehmern teils gemeldeten chaotischen Verhältnissen bezüglich der Rettungsgasse aber auch fest, dass über mehrere hundert Meter hinweg eine solche vorschriftsmäßig eingehalten wurde. Leider genügen aber auch bereits wenige Behinderungen, damit die an der Unfallstelle dringend benötigten Rettungskräfte sich in der Folge deutlich verspäten.

Nicht zum ersten Mal A5 im Visier der Polizei

Am 25. Juli kam es auf der A5 zu einem schweren Auffahrunfall mit vier beteiligten Lkws. Insgesamt verhinderten 181 Fahrer ein reibungsloses Durchkommen der Polizei- und Hilfsfahrzeuge. Die Verstöße begingen 106 Autofahrer, 45 Sattelzug-Fahrer sowie 30 Lkw-Fahrer. In sechs Fällen kam es zu erheblichen Behinderungen.

Am gleichen Tag gab es auf der A8 bei einem Unfall ebenfalls eine Überprüfung mit dem Videomesstrupp. Hier wurden 96 Fahrer mit einem Verstoß gegen die Rettungsgasse entdeckt, von denen sechs Fahrer den Verkehr behinderten und ebenfalls neben zwei Punkten und einer Geldstrafe von 240 Euro einen Monat lang auf ihren Führerschein verzichten müssen. Noch teurer wird es wohl für den Autofahrer werden, der sich bei Karlsbad-Langensteinbach in der Rettungsgasse auf seinem heruntergelassenen Fahrersitz zum Schlafen abgelegt hatte und von Polizeibeamten geweckt werden musste.

Polizisten zu Fuß über blockierte A31

Besonders krass wirkte sich das Fehlverhalten der Autofahrer im Juni auf der A31 in Nordrhein-Westfalen aus. Wegen einer fehlenden Rettungsgasse mussten Polizisten 1,5 Kilometer zu Fuß zu einer Unfallstelle laufen. Dort war ein Tanklastzug in Brand geraten. Weil keine Rettungsgasse gebildet wurde, erreichten Rettungskräfte den Einsatzort demnach nur mit erheblicher Verzögerung. Die Feuerwehr nutzte für die Anfahrt die Gegenfahrbahn der A31. Gaffer, die extra langsam am Unfallort vorbeifahren, um mit dem Handy zu filmen, müssen mit einem Punkt und 100 Euro rechnen.

Mehr zum Thema:

Lkw brennt auf der A5 und über 100 Fahrzeuge blockieren Rettungsgasse

Nach tödlichem Unfall: Strafen für 120 Rettungsgassen-Blockierer auf der A5

Zwei Autobahn-Unfälle und 277 Fahrer, die die Rettungsgasse behindern

30-Jährige stirbt bei tragischem Unfall auf A5 - mehr als 30 Verletzte - wieder Ärger mit Rettungsgasse

PZ-Leser
09.05.2019
114 Fahrzeuge blockieren Rettungsgasse auf der A5 - Fahrverbote drohen

Sehr geehrte Redaktion Ihr Bild zeigt keineswegs Blockierer des Unfalles auf der A5. Im Bild zu erkennen ist die Fahrspur in Fahrtrichtung Süd, kurz vor der Anschlussstelle Ettlingen. Weiterhin zu erkennen die dortige, beginnende Baustelle und deshalb eine Spurzusammenführung. Der von ihnen beschrieben Unfall befand sich auf der Gegenspur, Fahrtrichtung Nord, zwischen dem Rasthof Bruchsal und der Anschlussstelle Kronau. Das sind ca. 25km Entfernung zu ihrem Bild!! mehr...

nilidemar
09.05.2019
114 Fahrzeuge blockieren Rettungsgasse auf der A5 - Fahrverbote drohen

Also ich lese unter dem Bild: ARCHIVBILD :(... mehr...