1.200 Polizisten bei Razzia gegen "Hells Angels" im Einsatz
1.200 Polizisten sind bei der Razzia im Einsatz.
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1.200 Polizisten bei Razzia gegen "Hells Angels" im Einsatz
Razzien gibt es in Wohnungen und Geschäftsräumen von Vereinsmitgliedern und Unterstützern.
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1.200 Polizisten bei Razzia gegen "Hells Angels" im Einsatz
Am frühen Morgen durchsuchten die Beamten zahlreiche Wohnungen und Geschäfte.
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1.200 Polizisten bei Razzia gegen "Hells Angels" im Einsatz
Polizeibeamte durchsuchen das Vereinsheim der Hells Angels in Hilden.
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Deutschland
1.200 Polizisten bei Razzia gegen «Hells Angels» im Einsatz

Mit einer großangelegten Razzia geht die Polizei in Nordrhein-Westfalen gegen die Rockergruppe «Hells Angels» vor. 1.200 Beamte seien in 28 Städten im Einsatz, erklärte das Innenministerium in Düsseldorf. Zuvor hatte die Behörde den Verein «Hells Angels Motorcycle Club Leverkusen» verboten. Der Präsident des Ablegers wurde festgenommen, gegen ihn liegt ein Haftbefehl vor.

Auch in Pforzheim wurde 2011 der Unterstützerclub „Commando 81 Borderland“ verboten. Vorangegangen waren unter anderem eine Schießerei vor dem Musikpark. Seit April diesen Jahres sind die Hells Angels allerdings wieder zurück in Pforzheim – in Form eines anderen Unterstützerclubs. An Ostern haben sie ihr neues Clubhaus in der Nordstadt eröffnet.

Zurück nach NRW: Es handelt sich laut Ministerium um einen der größten Einsätze zur Bekämpfung der Rockerkriminalität in der Geschichte des Landes. Demnach werden seit den frühen Morgenstunden mehr als 50 Objekte durchsucht. Auch Spezialeinsatzkräfte sind im Einsatz. Innenminister Herbert Reul (CDU) will sich um 10 Uhr bei einem Presse-Statement im Landtag zu Details äußern.

Die Durchsuchungen begannen um 4 Uhr und dauerten zunächst an. Razzien gibt es in Wohnungen und Geschäftsräumen von Vereinsmitgliedern und Unterstützern unter anderem in Leverkusen, Köln, Langenfeld, Monheim, Solingen, Dortmund, Oberhausen, Ahaus, Velbert, Duisburg, Bergheim, Gummersbach, Kempen, Herne, Voerde, Bielefeld, Bochum, Dinslaken, Lünen und Marienheide.

1.200 Polizisten bei Razzia gegen "Hells Angels" im Einsatz
Etwa hier in Hagen waren vermummte und bewaffnete im Einsatz.
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In Hilden wurde ein Vereinsheim der «Hells Angels» durchsucht. Vor Ort waren vermummte und bewaffnete Polizisten zu sehen. Neben der Suche nach Beweisen geht es der Polizei bei der großangelegten Aktion auch um die Sicherung von Vermögenswerten. Bei einer früheren Razzia gegen die Rocker waren unter anderem Motorräder und Bargeld beschlagnahmt worden.

«Hells Angels» sind größter Rocker-Club in NRW

In NRW waren in den vergangenen Jahren bereits andere «Hells Angels»-Ableger («Chapter») verboten worden. Zuletzt hatte Innenminister Herbert Reul (CDU) 2017 den Verein «Hells Angels MC Concrete City» verboten und aufgelöst. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster hatte das Verbot vier Jahre später bestätigt.

Wie die «Neue Westfälische» vor wenigen Tagen mit Bezug auf das Landeskriminalamt (LKA) berichtete, hatten die «Hells Angels» zuletzt 29 Chapter in NRW. Mit 469 Mitgliedern sei der Club zuletzt stark gewachsen - unter anderem durch Überläufer der verfeindeten «Bandidos». Damit waren die «Hells Angels» personell bislang die größte Rocker-Gruppe in NRW - vor den «Freeway Riders» mit 403 Mitgliedern in 37 Chaptern.

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1.200 Polizisten bei Razzia gegen "Hells Angels" im Einsatz
Auch Spezialeinsatzkräfte sind etwa in Hilden dabei.
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