Weiden/Oberpfalz. Mit einem schwertähnlichen Gegenstand sind in Weiden in der Oberpfalz drei Menschen verletzt worden. Die mutmaßliche Täterin wird von Passanten überwältigt und von der Polizei festgenommen.
Es ist Mittagszeit, Sonnenschein, ein belebter Platz in der Innenstadt von Weiden in der Oberpfalz - hier greift nach ersten Erkenntnissen der Polizei eine Frau mehrere Menschen an. Drei Opfer werden bei dem Vorfall am Dienstag verletzt, zwei von ihnen müssen in einem Krankenhaus behandelt werden. Beamte stellen die Tatwaffe, einen schwertähnlichen Gegenstand, sicher.
Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, haben wohl mehrere Passanten die Frau überwältigt und festgehalten. Kurz nach der Attacke konnten Beamte die Frau festnehmen.
Nähere Hintergründe zur Tat und zur mutmaßlichen Täterin und Tatwaffe sowie zu den Opfern lagen zunächst noch nicht vor. Hierzu wollte die Polizei am Abend weitere Informationen herausgeben. Kripo und Staatsanwaltschaft Weiden ermitteln.
Es gebe viele Zeugen, von denen die Polizei bereits etliche befragt habe. Die Ermittler bitten alle Menschen, die den Vorfall beobachtet haben, sich zu melden und gegebenenfalls Fotos oder Videos der Polizei zu übermitteln.
Erinnerungen an Bluttat in Pforzheim
Der Vorfall in Bayern weckt Erinnerungen an eine schreckliche Bluttat im Jahr 2003 in Pforzheim. Ein damals 24-Jähriger hatte im Versandhaus Bader an der Maximilianstraße eine Kollegin mit einem Samurai-Schwert getötet, drei weitere Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt.


Samuraimörder bleibt weiter hinter Gittern
Der Fall sorgte vor rund 20 Jahren deutschlandweit für Aufsehen. 2018, 15 Jahre nach der Tat, hatte der als "Samurai-Mörder" bekannt gewordene Deutsche, vorzeitige Haftentlassung beantragt. Ein Gericht bestimmte jedoch, dass er für weitere fünf Jahre in Haft bleiben müsse.

24-Jähriger tötet Bader-Kollegin mit Samurai-Schwert – Drei schwer Verletzte
In Stuttgart hat sich 2019 eine ebenfalls äußerst grausame Tat zugetragen. Videos im Internet zeigten die dramatischen Szenen: Mit einer Art Schwert hat ein Mann mitten auf einer Straße einen anderen Mann getötet. Die Polizei ging von persönlichen Beweggründen für die Tat aus. Der mutmaßliche Täter, ein damals 28-jähriger Syrer, hatte bei dem 36 Jahre alten Opfer gewohnt. Vor dem Angriff hätten die beiden Männer Streit gehabt. Ein Polizeisprecher bezeichnete die Tat als "außergewöhnlich und entsetzlich".


Schwert-Angriff in Stuttgart - Verdächtiger hatte persönliche Motive
Nicht das erste Mal, dass ein Messer-Angriff in Stuttgart für traurige Schlagzeilen sorgte: Im Jahr 1989 griff ein Asylbewerber an der Gaisburger Brücke mehrere Polizisten mit einem Bajonett an. Zwei Beamte kamen durch die Stichverletzungen ums Leben, zwei weitere wurden lebensgefährlich verletzt. Der Täter selbst wurde von den angegriffenen Polizisten erschossen. Warum er die Tat beging, blieb unklar. Die Ermittler konnten nur mutmaßen. Vorangegangen war eine Kontrolle in einer Straßenbahn.

