Pforzheim. Der historische Tag rückt näher: Am Freitagabend startet die erste Kooperation zwischen dem Kommunalen Kino und der Betreiberfamile Geiger (rex-Filmpalast und Cineplex). Die Corona-Krise hat die beiden Wettbewerber zusammengeschweißt. Gemeinsam eröffnen sie um 20.30 Uhr mit der Komödie „Die Känguru-Chroniken“ auf dem Messplatz die Autokino-Saison, die voraussichtlich bis Ende Juni dauern soll. Am Mittwoch hat die Stadt die Genehmigung erteilt, sagt Michael Geiger. Sein Team kümmert sich um die Tickets, Snacks und das Abwickeln des Einlasses, das KoKi um Technik, Projektion und Ton.


Zusammenrücken in Zeiten der Not: Autokino auf dem Messplatz startet in Kürze
Gezeigt wird jeden Abend nach Einbruch der Dunkelheit ein Film, zumeist Streifen aus den letzten Monaten den Schließungen. Aktuelle Infos zu Programm und Auflagen für die Besucher finden sich im Internet auf www.autokino-pf.de. Dort startet um 11 Uhr am Donnerstag der Kartenvorverkauf. Auch Snacks und Getränke müssen vorbestellt und am Abend der Vorstellung an einem Tisch abgeholt werden. Helfer der Kfz-Innung werden den Fahrern den Weg weisen: Kleinere Autos kommen nach vorne, voluminöse Boliden nach hinten. Von 210 Stellplätzen in neun Reihen mit 1,5 Metern Abstand aus können die Gäste die 14 Meter breite Leinwand beäugen, der Ton kommt über eine UKW-Frequenz ins Autoradio.


Pforzheimer „Waldbühne“ zieht um: Kunst und Kultur an neuem Ort
Wegen der aktuellen Schließungen wird, wie berichtet, ein Kinosterben befürchtet. Den Betreibern entgehen derzeit Einnahmen von 17 Millionen Euro – pro Woche. „Während der Krise ist das Autokino eine überlebenswichtige Chance für uns, nicht nur in der Öffentlichkeit präsent zu bleiben, sondern auch durch die Umsätze zumindest einen Teil der Kosten der geschlossenen Betriebe zu decken“, sagt Michael Geiger. Jedes verkaufte Ticket und jede Tüte Popcorn helfe sicherzustellen, dass – wann auch immer – alle Kinos in Pforzheim ihre Säle wieder öffnen können.

