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Ein Mann brennt in unmittelbarer Nähe eines gepanzerten Polizeifahrzeugs am 01.01.2018 in Frankfurt am Main (Hessen) Feuerwerk ab. © dpa
02.01.2018

Kritik nach Silvester-Angriffen auf Polizei und Feuerwehr

Berlin (dpa) - Mehrere Angriffe auf Polizisten und Feuerwehrleute in der Silvesternacht haben die Politik auf den Plan gerufen. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) schrieb auf Twitter: «Angriffe auf Rettungskräfte - egal wann, wo und von wem - sind völlig inakzeptabel.»

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Sachsens Minister Roland Wöller (CDU), sagte der «Welt»: «Wer Rettungskräfte attackiert, greift unseren Rechtsstaat und die Demokratie an.» Straftäter müssten daher die ganze Härte des Gesetzes erfahren.

Silvesterbilanz Feuerwehr und Rettungsdienst

Allein die Berliner Feuerwehr hatte nach der Silvesternacht von 8 Angriffen auf Einsatzkräfte und 57 Angriffen auf Einsatzfahrzeuge gesprochen. In einem Fall sei die Besatzung eines Rettungswagens von mehreren Männern mit Schusswaffen bedroht worden. In Leipzig bewarfen 40 bis 50 Menschen Polizisten mit Böllern, Flaschen und Steinen. In Nordrhein-Westfalen wurden insgesamt 25 Polizisten verletzt, allerdings keiner so schwer, dass er im Krankenhaus bleiben musste. In Pforzheim und Karlsruhe blieb es dagegen ruhig. "Übergriffe auf Einsatzkräfte gab es im Bereich des Polizeipräsidiums Karlsruhe nicht", sagte ein Polizeisprecher gegenüber PZ-news.de.

Justizminister Maas verwies darauf, dass der Bundestag 2017 die Strafen für Angriffe auf Rettungskräfte verschärft habe. Unter anderem wurde ein neuer Straftatbestand des «Tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte» geschaffen. «Die Einsatzkräfte haben unseren Dank und Respekt verdient», schrieb Maas weiter. Auch Innenminister Thomas de Maizière (CDU) schickte eine Dankesbotschaft: «Statt selbst zu feiern haben Sie gearbeitet, damit andere feiern konnten.»

Bildergalerie: Silvester auf dem Waisenhausplatz in Pforzheim

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, sagte der «Welt», die Attacken gegen Einsatzkräfte hätten lebensbedrohliche Ausmaße angenommen. «Letztlich muss die Justiz mit entsprechenden Urteilen dafür sorgen, dass auch der letzte Verrückte begreift, dass dies kein Spaß ist, sondern hier schwere Gewaltdelikte begangen werden.» Der «Rhein-Neckar-Zeitung» sagte Wendt, solche Angriffe seien keine Silvester-Böllerei, sondern «Tötungsversuche». Mit Blick auf die Silvesternacht sagte er: «Es ist purer Zufall, dass den Polizeikräften nicht mehr passiert ist.» Außerdem forderte er EU-weite einheitliche Sicherheitsstandards für die Herstellung von Feuerwerk.

Bildergalerie: Silvesterbilder der PZ-news-Leser

Auch in Frankreich wurden zwei Polizisten an Silvester angegriffen, was große Empörung auslöste. Präsident Emmanuel Macron verurteilte die Tat und sprach auf Twitter von «feiger und krimineller Lynchjustiz». Er versicherte, dass die Schuldigen gefunden und bestraft würden.

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nanos
02.01.2018
Kritik nach Silvester-Angriffen auf Polizei und Feuerwehr

[QUOTE=Webmaster;293143]Berlin/Pforzheim. [I]Letztlich muss die Justiz mit entsprechenden Urteilen dafür sorgen, dass auch der letzte Verrückte begreift, dass dies kein Spaß ist, sondern hier schwere Gewaltdelikte begangen werden.»[/I][/QUOTE] Ja daran mangelt es oft, an den entsprechenden Urteilen. mehr...

helmut
02.01.2018
Kritik nach Silvester-Angriffen auf Polizei und Feuerwehr

Vor noch nicht allzu langer Zeit gehörte es zur "Demokratie" wenn "Bullen" mit Steinen und Farbbeuteln beworfen wurden. So etwas muss eine "Demokratie" aushalten. Mit der Parteifarbe ändern sich die Empfindlichkeiten. mehr...

DerNachtgrapp
02.01.2018
Kritik nach Silvester-Angriffen auf Polizei und Feuerwehr

[QUOTE=helmut;293151]Vor noch nicht allzu langer Zeit gehörte es zur "Demokratie" wenn "Bullen" mit Steinen und Farbbeuteln beworfen wurden. So etwas muss eine "Demokratie" aushalten. Mit der Parteifarbe ändern sich die Empfindlichkeiten.[/QUOTE] Gilt das dann auch für Feuerwehrleute und Rettungssanitäter? mehr...

rostiger ritter
02.01.2018
Kritik nach Silvester-Angriffen auf Polizei und Feuerwehr

Oh, wie schön, eine Expertenrunde! Weitermachen! Töröö! ;) mehr...