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Dort, wo einst das SWP-Kundenzentrum war, sollen an der Werderstraße 38 ein Hort und ein Jugendtreff entstehen.  Foto: Meyer 

An dieser Stelle in Pforzheim sollen ein Hort und ein Jugendtreff vereint werden

Pforzheim. In einem Verfahren zur Interessensbekundung soll die Trägerschaft eines geplanten Horts und eines Jugendtreffs an der Werderstraße 38 an einen Anbieter gehen: Über die Vergabe entscheidet der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag, 24. November. Der Hauptausschuss stimmte für das Konzept.

Dabei geht es auch um einen Investitionszuschuss an die Stadtbau in Höhe von 103.500 Euro und die Beteiligung an den Betriebskosten des Trägers. Letztere belaufen sich für den Hort jährlich auf 630.000 Euro und für den Jugendtreff auf 80.000 Euro jährlich. Die Miethöhe liegt bei 9760 Euro pro Monat. Die Stadt will einen Zuschuss beim Bund beantragen.

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Die SJR Betriebs GmbH hat in Ispringen bereits Erfahrung in der Schulkindbetreuung gesammelt und kann sich grundsätzlich eine Bewerbung vorstellen. Der geplante Hort mit 4,5 Gruppen liegt im Einzugsgebiet der Südoststadt und soll den Bedarf der Südstadtschule decken.

Die knapp 1000 Quadratmeter Fläche will die Stadtbau in den nächsten 15 Jahren an die Stadt vermieten. Im gleichen Haus soll der Jugendtreff untergebracht werden. Im Zuge dessen soll der zu kleine und wenig attraktive Jugendtreff Obere Augasse 1, den die SJR Betriebs GmbH im Auftrag der Stadt betreibt, geschlossen werden.

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Bis vor Kurzem befand sich in den Räumlichkeiten im Erdgeschoss und im Souterrain das Kundenzentrum der SWP. Dieses wurde an den Sandweg verlegt. Der Mietvertrag läuft Ende des Jahres aus, momentan finden laut Stadtbau noch Rückbauarbeiten statt. In sämtlichen Obergeschossen des Gebäudes existieren Mietwohnungen. Derzeit laufen in dem rund 30 Jahre alten Gebäude Sanierungsarbeiten an der Sanitärinstallation. Direkt im Anschluss sollen der Ausbau für die Hort- und Jugendtreffnutzung beginnen. Die Fertigstellung ist für Ende 2021 geplant.

Die Stadtverwaltung sieht in der Bündelung beider Angebote Synergieeffekte. So können nachmittags und abends die Gemeinschaftsflächen und der Medienbereich von den Jugendlichen genutzt werden. Für die Doppelnutzung gibt es einen separaten Zugang.

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Schon jetzt platzt der Hort an der Südstadtschule aus allen Nähten. Da die Grundschule vermutlich um 1,5 Züge wachsen wird, braucht sie dringend die jetzt vom Hort genutzten Räume selbst. Die Stadt rechnet in den nächsten Jahren mit einem starken Anstieg der Kinder unter sechs Jahren, aber auch der Schülerzahlen. Die meisten Kinder würden neben Ganztagsschulen und Kindertagespflege in Horten an Schulen betreut, des weiteren an den sechs Familienzentren, dem Hort an der Enz und in einer Gruppe am Oststadt-Kindergarten.

Martina Schaefer

Martina Schaefer

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