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Welche Zukunft hat das Wartbergbad? Zuletzt brachte Uwe Hück wieder eine Investorenlösung ins Spiel.  Foto: Moritz 

Bäderdiskussion schlägt wieder Wellen: CDU überrascht über Hücks Investorenansatz

Pforzheim. Mit „Erstaunen und Interesse“ hat die CDU-Fraktion auf die Ankündigung von SPD-Stadtrat Uwe Hück reagiert, er habe einen Investor für Pforzheims Bäder gefunden, was Hoffnung auf ein Kombi-Bad auf dem Wartberg mache. Wie berichtet, hatte zudem Freie-Wähler-Stadtrat Hans-Joachim Haegele am Donnerstag am Rande der Besichtigung des Wartbergbads auf den höheren Kostendeckungsgrad von kombinierten Hallen-Freibädern hingewiesen und gesagt: „Ob man die ganze Bäderlandschaft behalten kann, muss man diskutieren.“

„Zunächst ist es natürlich höchst erfreulich, dass in der SPD und bei den Freien Wählern ein Sinneswandel einsetzt“, so die Vorsitzende der CDU-Fraktion, Marianne Engeser. Die CDU habe sich von Beginn an für ein 365-Tage-Bad eingesetzt, weil nur ein ganzjährig zu nutzendes Bad wirtschaftlich erfolgreich betrieben werden könne. „Leider hat das der alte Gemeinderat anders gesehen.“

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Alles auf Neu bei der Bäderstrategie? – Hück versichert, einen Investor zu haben

Die neuen Meldungen machten aber Hoffnung auf ein neues Miteinander. „Selbstverständlich sind wir jederzeit gesprächsbereit, und ein Ganzjahresbad ist für uns nach wie vor die beste Lösung. Dort könnte Technik und Personal an einem Ort konzentriert werden, und auch bei schlechtem Wetter wäre das Baden möglich.“ Skeptisch zeigt sich die CDU, ob wirklich ein Investor für die Bäder gefunden sei. „Das muss zuerst im Gemeinderat und mit dem Oberbürgermeister besprochen werden und nicht über die Medien. Nicht dass bei diesem bedeutenden Zukunftsthema falsche Erwartungen geweckt werden“, warnt Engeser.

Für die Fraktion FDP/FW/ UB/LED komme nur der Erhalt aller Bäder in Frage, und das Wartbergbad solle ein Freibad bleiben, stellt diese nun in einer Mitteilung klar. Eine kombinierte Badlösung mit einem Außenbereich sei durchaus denkbar, allerdings nur am Standort „Emma“. „Wir haben im Prinzip im aktuellen ,Emma‘ ein Kombibad. Wenn es sich irgendwie darstellen lässt, behalten wir selbstverständlich gerne das Außenbecken“, so Haegele in der gestrigen Mitteilung. „Sollte der Eindruck entstanden sein, dass wir als Fraktion einem zusammengestutzten Wartbergfreibad mit Innenbereich etwas abgewinnen könnten, kann ich mitteilen, dass dem nicht so ist.“ Erfolgreiche Bäder mit hohem Kostendeckungsgrad seien entweder riesige Spaßbäder oder befänden sich in Innenstadtlagen. Davon hätten tatsächlich viele einen Außenbereich, so wie das im Dezember geschlossene „Emma“. „Wir möchten den Betrieb des Wartbergbads als Freibad möglichst langfristig sicherstellen“, so Bernd Zilly (UB). Nach der Besichtigung des maroden Umkleidetrakts müsse Bäderdezernent Dirk Büscher rasch Lösungen liefern.