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Einer der Bunker auf dem Bundeswehr-Depot in Huchenfeld. © Meyer/Archiv
In einem Bunker lagern am in Setzingen (Baden-Württemberg) im Munitionsdepot der Bundeswehr Munitionskisten. Von diesem Depot aus werden alle Standorte in Süddeutschland mit Munition versorgt. Das wird sich nun wieder ändern. © dpa
15.01.2019

Bundeswehr nimmt acht Material- und Munitionslager wieder in Betrieb - auch eines in Pforzheim

Berlin. Wegen der geplanten Vergrößerung der Bundeswehr sollen acht stillgelegte Lager für Material und Munition wieder in Betrieb genommen werden - drei davon in Baden-Württemberg und davon eines in Pforzheim.

Die Umsetzung werde schrittweise zwischen 2020 und 2031 erfolgen, teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag mit. Die Planungen beinhalteten etwa 600 Dienstposten mehr und Investitionen von rund 200 Millionen Euro.

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Konkret geht es um fünf Materiallager und drei Munitionslager, die wieder in Betrieb gehen sollen. Sie liegen in Baden-Württemberg, Niedersachsen, NRW, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. Auch das Lager in Pforzheim-Huchenfeld gehört dazu. Dort sollen in den kommenden Jahren laut Pressemitteilung des Bundeswehr rund 14 Millionen Euro investiert werden.

Grafik: © Bundeswehr

"In den einzelnen Liegenschaften erfolgen Ertüchtigungsmaßnahmen der Infrastruktur sowie die Gewinnung des Personals. Die Wiederinbetriebnahme der acht Lagereinrichtungen stellt eine erste Maßnahme zur Deckung der künftig erhöhten Lagerbedarfe dar. Sie stärkt die mit Blick auf die Landes- und Bündnisverteidigung auch die geforderte Resilienz des Logistischen Systems der Bundeswehr."

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Die Bundeswehr soll in den kommenden Jahren von heute etwa 180.000 auf 203.000 Soldaten wachsen. Als Hauptgründe für den steigenden Personalbedarf werden internationale Verpflichtungen gegenüber der Nato und der EU genannt.

Schrittweise Eröffnung ab 2022, Betriebsaufnahme 2023

Zu dieser Entwicklung hat sich auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum zu Wort gemeldet. In einer Pressemitteilung schreibt er, dass das ehemalige Munitionslager der Bundeswehr in Huchenfeld ab 2022 schrittweise wieder eröffnet werde, nachdem es Ende 2017 nach 45 Nutzungsjahren geschlossen worden war. Doch leider sei die Welt in den vergangenen Jahren unsicherer geworden, so Krichbaum. „Auf der Krim wurde erstmals seit dem 2. Weltkrieg eine Grenze in Europa gewaltsam verschoben, der IS hielt über Jahre eine ganze Region in Atem und in Syrien tobt noch immer ein blutiger Bürgerkrieg. Das sind leider nur einige der Konflikte, die den weltweiten Frieden bedrohen. Gleichzeitig ziehen sich die USA zunehmend aus Europa zurück. Wir Europäer müssen unsere Verteidigung daher stärker in die eigene Hand nehmen.“ Angesichts der veränderten internationalen Sicherheitslage habe die Bundesverteidigungsministerin daher eine „Trendwende Personal, Material und Finanzen“ für die Bundeswehr eingeleitet. Die Personalstärke der Bundeswehr werde so in den kommenden Jahren um über zehn Prozent erhöht. Das erfordere auch Investitionen in die militärische Infrastruktur.

Bis Ende 2019 werden daher alle bisherigen Planungen zur Abgabe von Bundeswehrliegenschaften einer genauen Überprüfung unterzogen, berichtet Krichbaum weiter. Für die Material- und Munitionslagereinrichtungen sei dies bereits abgeschlossen. „Das Bundesverteidigungsministerium ist dabei zu dem Schluss gekommen, dass auch das Materiallager in Huchenfeld wieder in Betrieb genommen werden soll.“

80 Arbeitsplätze entstehen

Die Wiederinbetriebnahme beginne 2022, ab 2023 soll dann der logistische Betrieb aufgenommen werden. „Die Rückkehr der Bundeswehr ist eine gute Nachricht für Huchenfeld und ganz Pforzheim“, freut sich Krichbaum. Es würden nicht nur 80 Arbeitsplätze geschaffen, sondern zugleich auch 14 Mio. Euro am Standort investiert. Nicht unterschätzt werden dürften auch die wirtschaftlichen Folgewirkungen eines solchen Bundeswehrstandortes.

Auch das Landeskommando Stuttgart spricht gegenüber der PZ von einer Betriebsaufnahme 2023. Personal werde Mitte/Ende 2020 gesucht.

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Faelchle
15.01.2019
Bundeswehr nimmt acht Material- und Munitionslager wieder in Betrieb - auch eines in Pforzheim

Für so einen Sch. wird Geld ausgegeben. Gab es da nicht schon mal Proteste? Ergänzen wir das Ganze noch mit einer Nike-Station, die gab es schon mal in dieser Gegend. mehr...

helmut
15.01.2019
Bundeswehr nimmt acht Material- und Munitionslager wieder in Betrieb - auch eines in Pforzheim

Denken Sie nicht an die 80 Arbeitsplätze die dort entstehen. Weil die Russen mit Sicherheit bereits eine Rakete auf Pforzheim gerichtet haben wird es weitere Arbeitsplätze geben. Danach braucht man Pforzheim-Ost nicht einmal mehr abzureißen. Ist im Gesamtpaket zur Zerstörung Pforzheims enthalten. Unsere Nachkommen werden uns dankbar sein weil zum Wiederaufbau wieder Arbeitsplätze entstehen. Dieser Kreislauf besteht schon solange es Menschen gibt. Immer nach dem Motto: „Krieg ist ein ...... mehr...

Schreiberling
16.01.2019
Bundeswehr nimmt acht Material- und Munitionslager wieder in Betrieb - auch eines in Pforzheim

Nach dem nächsten Krieg gibt es keine Plätze mehr, an die man sich verkriechen könnte. Besonders interessant dürfte das Verhalten der Leute in der Endzeit sein. Wenn für eine mögliche Strafe keine Zeit mehr bleibt, werden manche vielleicht auch der Versuchung erliegen, die sonst abgeschreckt worden waren.... mehr...

Ladygaga
17.01.2019
Bundeswehr nimmt acht Material- und Munitionslager wieder in Betrieb - auch eines in Pforzheim

alles unter der Verantwortung von Ursula von der " Laien "...Fehlbesetzung... mehr...