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Seit rund 100 Jahren hat sich die auf einem Grab auf dem Pforzheimer Hauptfriedhof stehende Amphore im Familienbesitz befunden. Jetzt wurde sie gestohlen. 

Diebe stehlen metallene Amphore von Grab auf dem Pforzheimer Hauptfriedhof

Pforzheim. Es ist nicht das erste Mal, dass Buntmetalldiebe Friedhöfe in der Region plündern, dabei vor allem Grabgegenstände und Verzierungen aus Bronze entwenden und nicht sonderlich wählerisch vorgehen. Doch der Diebstahl einer alten metallenen Amphore von einem Grab auf dem Hauptfriedhof in Pforzheim könnte auf eine Auftragsarbeit hinweisen.

In der Zeit von Sonntag, 28. Februar, 15 Uhr bis Samstag, 6. März, 15 Uhr haben nach derzeitigem Ermittlungsstand bislang Unbekannte auf dem Hauptfriedhof eine auf einem Steinsockel stehende Amphore aus Metall entwendet. Dieser besondere Grabschmuck befand sich seit rund 100 Jahren im Familienbesitz. Die Schadenshöhe beläuft sich laut Schätzung der Polizei auf rund 200 Euro, wobei dies nur dem Materialwert entspricht und nicht den Kummer und Ärger der Hinterbliebenen zu spiegeln vermag.

Das Polizeirevier Pforzheim-Nord bittet Zeugen darum, sich unter Telefon (07231) 186-3211 zu melden.

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Pforzheim

Diebe wüten auf Pforzheimer Friedhöfen

Dass immer mal wieder Grabschmuck, einfache Blumensträuße oder ganze Pflanzschalen, verschwinden, hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Viel dagegen unternehmen kann man nicht, wenn man die Täter nicht gerade auf frischer Tat ertappt. Hinzu kommt, dass es sich hier zumeist nur um Bagetelldelikte handelt, da der finanzielle Wert der gestohlenen Gegenstände gering ist. Umso größer ist dann oft der Kummer bei den Trauernden, die solch einen pietätlosen Diebstahl nicht verstehen können und seelisch sehr darunter leiden.

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Pforzheim

Dreiste Diebe räumen regelmäßig Huchenfelder Gräber ab

Doch es geht noch schlimmer, wenn Diebe, wie im Fall der Amphore auf dem Pforzheimer Hauptfriedhof, fest installierten Grabschmuck wie Kreuze oder Figuren, teils mit rabiater Gewalt von Grabsteinen herunterreißen. 2018 hatten wahrscheinlich Buntmetalldiebe auf dem Friedhof im Pforzheimer Stadtteil Dillweißenstein heimgesucht. Über große Bereiche der Friedhöfe hinweg wurden kupferne oder bronzene Vasen und Lampen mit Spezialwerkzeug von Steinsockeln gehebelt.      

Thomas Kurtz

Thomas Kurtz

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