Christopher Street Day. Gegendemonstration von "Der Störtrupp Süd" und dazu Gegendemonstration von "Antifa"
Bereits 2025 haben Neonazis gegen den CSD demonstriert.
Tilo Keller
Pforzheim
Gegen Hass und Hetze: Pforzheimer Amtskirchen unterstützen den CSD
  • pm

Pforzheim. Mit einem gemeinsamen Stand beim Christopher Street Day (CSD) am Samstag, 13.Juni, setzen die Evangelische Kirche in Pforzheim und die Katholische Pfarrei Herz Jesu Pforzheim ein Zeichen für Menschenwürde und gegen Hass und Hetze wie Christiane Quincke, Dekanin Evangelische Kirche Pforzheim, und Steffen Schölch, Leitender Pfarrer Katholische Kirchengemeinde Pforzheim, in ihrer Erklärung betonen.

„Vor ein paar Wochen haben wir Pfingsten gefeiert. Dieses Fest zeigt auf, dass der Heilige Geist Menschen verbindet und Gemeinschaft schafft.“

In dieser Geschichte müsse niemand die Identität und Herkunft verschweigen, um dazuzugehören. „Im Gegenteil: Gott hat uns in Vielfalt geschaffen und verbindet uns. Wir sind fest davon überzeugt, dass jeder Mensch – unabhängig von Religion, Herkunft, sozialem Status oder sexueller Identität – von Gott geschaffen ist und von Gott geliebt wird. Dieses Anliegen teilen wir mit dem CSD (Christopher Street Day), der für die Würde der queeren Menschen eintritt, die Vielfalt der Menschen in ihrer sexuellen Identität sichtbar machen will und für ihre Rechte auf die Straße geht.“ Die beiden großen Kirchen unterstützten daher den CSD in Pforzheim und erklärten sich solidarisch. D Evangelische und Katholische Kirche werden wieder gemeinsam mit einem Stand auf dem Marktplatz vertreten sein und die Menschen, die es wünschen, segnen.

„Mit großer Sorge sehen wir, dass queere Menschen immer häufiger Anfeindungen und Bedrohungen ausgesetzt sind – auch in Pforzheim. Auch für den 13. Juni haben Rechtsextremisten angekündigt, mit völkischen und diffamierenden Parolen in unmittelbarer Nähe des CSDs zu agitieren. Wir hoffen, dass die Stadt Pforzheim und die polizeilichen Behörden die Teilnehmenden des CSDs umfassend vor der Gefahr, die von den Rechtsextremisten ausgeht, schützen.“ Wir werden da sein und mit unserer Anwesenheit ein deutliches Zeichen für die Vielfalt und gegen Hass und Menschenfeindlichkeit setzen.“

Ab 12 Uhr werden am ökumenischen Stand auf dem Marktplatz rund zehn Pfarrerinnen, Pfarrer, Pastoren und pastorale Mitarbeiter sich Zeit nehmen für Gespräche und Segen. Mit einem eigenen kleinen Wagen wird die Evangelische Kirche sich zudem ab 12 Uhr der Parade anschließen und besondere Kamelle verteilen. Mit ihrer Solidarisierung stellen sich Quincke und Schölch auch gegen eine geplante Gegendemonstration des rechten Spektrums.