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Eine Blockbebauung entlang der Enz mit 65 Wohnungen sieht die Planung des Architekturbüros Zeitler vor. Dahinter soll ein Hotel entstehen, für dessen Gäste die Schwimmhalle im alten „Emma“ zum Wellness-Bereich würde – zu nutzen wohl auch zeitweise für den öffentlichen Badebetrieb. Visualisierung: Zeitler Architekten
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So kennen es viele Pforzheimer noch. Längst ist das historische Becken des Emma-Jaeger-Bads leer. Nun könnte dieser „Emma“-Teil aufleben. Foto: Seibel, PZ-Archiv

Investor steht bereit für Umbruch beim "Emma": Das sind die Pläne

Pforzheim. Das Emma-Jaeger-Bad erhalten und das Wartberg-Freibad schließen oder das "Emma" aufgeben und dafür auf dem Wartberg ein ganzjährig zu nutzendes Bürgerbad errichten?

Realistisch betrachtet, gibt es angesichts der städtischen Kassenlage und des strengen Blicks des Karlsruher Regierungspräsidiums auf Pforzheims Gesamtbäderkonzept wohl nur diese zwei Optionen für ein künftiges Hauptbad. Im PZ-Gespräch macht die Pforzheimer Architektenfamilie Zeitler nun erstmals Pläne für den bisherigen "Emma"-Standort öffentlich, die eine Investorengruppe bei einer etwaigen europaweiten Ausschreibung in den Ring werfen will. Möglicher Trumpf: Ein kleines Bad würde es weiter geben.

Wer zeigt Interesse an der Bebauung beim "Emma"?

Namen liegen noch nicht auf dem Tisch. Der Architekt Karl Zeitler spricht lediglich von einer Investorengruppe, von der sein Büro mit der Planung beauftragt worden sei. Das gemeinsam mit seinem Sohn Sima Zeitler und der Tochter Eva Zeitler-Koch entwickelte Konzept ist weit gediehen. Bäderdezernent Dirk Büscher indes bestätigte am Montag in der Fachausschuss-Sitzung lediglich "Anfragen unverbindlicher Art".

Wie genau soll sich das Areal entwickeln?

Das marode "Emma", das am kommenden Sonntag letztmals die Pforten öffnet, würde abgebrochen. An der Seite zur Enz sehen die Planungen einen größeren Wohnkomplex mit einer Gesamtfläche von rund 6500 Quadratmetern vor. 65 Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen sollen dort entstehen. Entlang der Gerberstraße soll ein Vier-Sterne-Hotel mit 217 Zimmern, einer Nutzfläche von 8600 Quadratmetern und 120 weiteren Stellplätzen gebaut werden. Ebenfalls zum Konzept gehören Gastronomie auf 610 Quadratmetern sowie eine größere Grünfläche.

Warum wäre das Baden in der City doch nicht Geschichte?

Eben der Hotelbau – unter den Interessenten seien "drei, vier erste Adressen" der namhaften Ketten – eröffne die Möglichkeit, das Becken des ursprünglichen, denkmalgeschützten Emma-Jaeger-Bads im heutigen EMMA-Kreativzentrum zu sanieren und dies auch "finanziell darzustellen", so Karl Zeitler. Es könne dann durch einen eigenen Zugang von Hotelgästen genutzt werden, aber eventuell auch als "Bädle" zeitweise der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen – nicht für den Vereins- und Schulsport, wohl aber etwa auch als Übungsbecken für Kleinkinder.

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