Boch_Büscher_Appell
Angesichts der hohen Sieben-Tage-Inzidenzen in Pforzheim, die seit geraumer Zeit um den Wert von 200 liegen (aktuell: 233) haben Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch (rechts) und Erster Bürgermeister Dirk Büscher nochmals auf die schwierige Situation hingewiesen. 

"Lassen Sie uns gemeinsam durchhalten": OB Boch und Erster Bürgermeister Büscher appellieren an Pforzheimer

Pforzheim. Angesichts der hohen Sieben-Tage-Inzidenzen in Pforzheim, die seit geraumer Zeit um den Wert von 200 liegen (aktuell: 233) haben die Verantwortlichen im Rathaus in einer Pressemitteilung nochmals auf die schwierige Situation hingewiesen.

"Als Familienvater weiß ich um die Beeinträchtigungen für den Einzelnen in dieser Zeit. Ob Beruf, Schule, Kita, Sport oder Veranstaltungen – wir befinden uns in einer außergewöhnlichen Situation, die sich niemand gewünscht hat und die es gilt durchzustehen. Aber wir sind stark, wir werden das meistern", so Oberbürgermeister Peter Boch. Die Verwaltung versuche, zu unterstützen und zu helfen, wo immer es geht.

300 Mal Quarantäne überprüft

"Allein im November hat unser Amt für öffentliche Ordnung beim Thema Corona 4.000 Quarantäne-Anordnungen ausgestellt, über 2.600 darunter betrafen Kontaktpersonen, 1.400 Anordnungen waren an positiv getestete Personen gerichtet, entweder als Erstanordnungen oder Verlängerungen der Quarantäne. Bislang wurde bei weit über 300 Haushalten überprüft, ob die angeordnete Quarantäne auch tatsächlich eingehalten wird – mit überwiegend positivem Ergebnis. Das war nur möglich mit einer großen Kraftanstrengung unserer Ämter und der Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger in der Stadt", bedankt sich Erster Bürgermeister Dirk Büscher.

"Wir befinden uns in einer außergewöhnlichen Situation, die sich niemand gewünscht hat und die es gilt durchzustehen. Aber wir sind stark, wir werden das meistern."

Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch

In der Corona- Hotline sind im November rund 800 Anrufe und Mails eingegangen, weitere 500 Telefonate wurden direkt im Amt an einem einzigen Apparat zum Thema Nachverfolgung und Reiserückkehrer aus Risikogebieten geführt. An einem durchschnittlichen Werktag werden alleine 170 Anrufe und Mails bei der Infektionsschutzbehörde im Amt für öffentliche Ordnung geführt und beantwortet, weitere Abteilungen wie etwa die Gewerbebehörde oder der Gemeindliche Vollzugsdienst sind da noch gar nicht drin.

Baden-Württemberg

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"Die Nachfrage ist da und wir werden auch weiterhin versuchen, schnell und unbürokratisch zu helfen. Und noch eines: ausdrücklich möchte ich mich für die Geduld und das Verständnis der Bürgerinnen und Bürger bedanken, die sich bei uns mit ihren Fragen melden. Das läuft in den allermeisten Fällen sehr verständnisvoll", so Boch.

"Wir haben derzeit stabile Zahlen auf einem zu hohen Niveau. Das müssen und das werden wir verändern."

Boch

Ab dem 1. Dezember tritt eine neue Verordnung des Landes in Kraft. Sie sieht zunächst bis zum 20. Dezember weiterhin Einschränkungen vor, die zudem für Kommunen mit einem größeren Inzidenzwert als 200 noch ausgeweitet werden sollen. Daran wird nach Angaben des Landes am späten Montagnachmittag noch gearbeitet. "Wir befinden uns aktuell damit wieder in einer vergleichbaren Situation wie im Frühjahr dieses Jahres. Aber es liegt weiter auch an uns selbst mit Vorsicht und Rücksicht gegenüber dem Nächsten die Situation zu entschärfen. Wir haben derzeit stabile Zahlen auf einem zu hohen Niveau. Das müssen und das werden wir verändern", so der Oberbürgermeister.

Anlass zur Hoffnung

Unter seiner Leitung trifft der Verwaltungsstab der Stadt gerade die ersten Voraussetzungen für den Aufbau eines Impfzentrums in Pforzheim. "Die internationalen Entwicklungen beim Thema Impfen geben Anlaß zu Hoffnung. Hoffnung auf eine Zukunft ohne Covid 19 und auf eine Zukunft, in der wir Bekanntes für uns zurückgewinnen können und werden. Treffen mit Freunden und Verwandten, Kultur, Events, Sport – kurz: das Leben. Noch ist es nicht soweit. Aber die Internationale Gemeinschaft, Bund, Länder und Kommunen, die Wissenschaft und die Politik tun vieles, um diese große Herausforderung zu bestehen. Lassen Sie uns gemeinsam durchhalten", so Oberbürgermeister und Erster Bürgermeister in einer gemeinsamen Botschaft.

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