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Live auf Facebook sprach PZ-Redakteur Thomas Kurtz mit Michael Hertl und Waltraud Knöller von der WSP (von links). 
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Um 10.08 Uhr lichtete PZ-Fotograf Gerhard Ketterl am 23. Oktober den Dicken in der Fußgängerzone ab. 

Live-Video: Der Dicke kehrt in die Pforzheimer Fußgängerzone zurück

Pforzheim. Lange haben die Pforzheimer auf ihn warten müssen, jetzt ist er wieder da: Der Dicke! Die Statue am Eingang der Fußgängerzone wird am Dienstagmittag aufgestellt - und wurde am Dienstagvormittag bereits liegend gesichtet.

Aufgerichtet wurde die Bronzefigur um 14 Uhr. PZ-news begleitet die Rückkehr des Dicken an dieser Stelle in einem Livevideo.

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Auffällig: Einige Frauen ließen es sich nicht nehmen, bei der Aufstellung des Dicken selbst Hand anzulegen. Und zwar an einer Stelle, die besonders schön nach Bronze schimmert, weil da eben oft gestreichelt wird. Der Bauch des Dicken scheint eine magische Anziehungskraft zu besitzen.

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Hurra: Der Dicke ist wieder da!

Karin Manz zum Beispiel tätschelt ihn recht gerne. Für sie ist der regungslos und stoisch auf den Leopoldplatz schauende Mann mit den Hosenträgern ein echter Sympathieträger. Für Waltraud Knöller ist er sogar ein Glücksbringer. Jeder Tourist sollte den Bronzebauch des Dicken streicheln, den "der eigene Pforzheimer Buddha" bringe einem dann für den Rest des Jahres Glück.

Im November wird die Fußgängerzone ganz fertig sein. Die Arbeiten liegen im Zeitplan. Das heißt: Rechtzeitig zum Weihnachtsmarkt verschwinden die Haufen mit Baumaterial und die Absperrungen.

Die Fußgängerzone soll dann, so Michael Hertl, Fachbereichsleiter Innenstadtentwicklung, aufgeräumter, freundlicher und hochwertiger wirken. Und begrüßt werden die Passanten dann gleich an bester Stelle von einem weiter nach vorne gerückten Dicken, der zwar für manche wie ein typischer Pforzheimer Bruddler aussehen mag, aber für viele eine sympathische Figur darstellt.

Das haben im April 1986 nicht alle Pforzheimer so gesehen. Etliche schimpften über den hässlichen alten Kerl mit seinem herausgestreckten Ranzen und dem bucklig gekrümmten Rücken, über sein übertrieben legeres Aussehen und die Hosenträger. Das hat sich geändert. Man kennt den Kerl inzwischen und hat sich mit ihm angefreundet. Und als er vor rund einem halben Jahr von der Bildfläche verschwand, wurden sich die Pforzheimer ihrer Liebe zu ihm bewusst. 

"Er fehlt uns" oder "wann kommt er wieder?" - das waren typische Anfragen an die "Pforzheimer Zeitung". Jetzt steht er also wieder an alter Stättte und blickt auf das Treiben am "Leo". Und wartet auf seine Streicheleinheiten.

Von den Pforzheimern war das heimliche Wahrzeichen der Stadt schmerzlich vermisst worden.

Sie möchten wissen, was der "Dicke" in der Zwischenzeit getrieben hat? Die PZ hat da ein paar Theorien....

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