Enzufer Streit Fahrrad
Nach dem Vorfall am Freitag vergangener Woche im Bereich des Hebelgymnasiums wird die Polizei das Enzufer nun stärker kontrollieren. 

Nach Streit um Fahrrad, der eskalierte: Polizei verschärft Kontrollen am Enzufer

Pforzheim. Dem 17-Jährigen, der am Freitagabend vergangener Woche im Bereich des Hebelgymnasiums von einer Gruppe geschlagen und getreten worden war, geht es besser. Der junge Mann leide aber immer noch unter Schmerzen, so Polizeisprecher Frank Weber. Wie berichtet, hatte sich der junge Mann am Enzufer mit Freunden getroffen. Eine andere Gruppe junger Menschen wollte sein Fahrrad ausleihen. Als der Deutsche ablehnte, wurde er laut Polizei von Mitgliedern der Gruppe geschlagen und getreten, wobei offenbar auch sein Handy und seine Armbanduhr beschädigt wurden.

Auch ein 15-jähriger Nordmazedonier wurde verletzt. Nach noch unbestätigten Informationen könnte er dazwischengegangen sein.

Tatverdächtige sind polizeibekannt

Zwei 15- und 20-jährige Afghanen sind tatverdächtig. Beide sind laut Weber keine Unbekannten bei der Polizei. Zudem stellten die Beamten eine größere Anzahl an Personalien fest. Derzeit werde noch ermittelt, ob und welche Personen aus dem Kreis noch als Tatverdächtige in Frage kommen. Ermittlungsansätze auf die Identität eines dritten Beteiligten gebe es. Er steht auch im Verdacht, das Fahrrad des 17-Jährigen das Enzufer hinuntergeschmissen zu haben, wobei dieses beschädigt wurde. Ein 16-jähriger Syrer, den die Polizei anfangs im Fokus hatte, sei derzeit nicht mehr tatverdächtig.

Pforzheim

Streit um Fahrrad eskaliert: 17-Jähriger von Gruppe in Pforzheim geschlagen und getreten

Die Örtlichkeit am Enzufer sei „noch“ keine neuralgische Stelle, so Weber: „Wir haben sie aber jetzt ganz besonders im Auge.“ Ab sofort soll dort gezielt zu „relevanten Zeiten“, so der Polizeisprecher, und nicht mehr nur im Rahmen der Streife kontrolliert werden. Welche Zeiten das sind, konnte Weber aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.