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Seit Mai hat das Haus der Jugend wieder geöffnet: Roberta Link, Pedro Treig Garcia und Leiter Bart Dewijze (von links) legen großen Wert auf die Hygienevorschriften. Jetzt, wenige Monate später, wechselt Dewijze zum Kulturhaus Osterfeld. Archivbild: Meyer 

Pforzheimer Haus der Jugend sucht einen neuen Leiter

Pforzheim. Vor etwas mehr als einer Woche hat Bart Dewijze bei der Geschäftsführung der SJR Betriebs gGmbH seinen Weggang angekündigt. Ab dem 1. Januar übernimmt er die Leitung des Kulturhauses Osterfeld. Die Folge: Für den Chefposten im Haus der Jugend braucht es einen Nachfolger.

Die Ausschreibung, so die pädagogische Geschäftsführerin Alison Bussey, sei bereits veröffentlicht. Bis zum Bewerbungsschluss am 20. November wird für die unbefristete 100-Prozent-Stelle ein Sozialpädagoge gesucht, der nicht nur die Leitung des Jugendhauses im Benckiserpark übernimmt, sondern auch künftig an der Spitze des Fachbereichs Zentrale Angebote für Kinder und Jugendliche (ZAP) stehen soll und den Chefposten für fünf Mitarbeiter sowie fünf weitere Kräfte, vom Azubi bis zum Praktikanten, übernimmt.

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Bart Dewijze ab 2021 neuer Leiter im Kulturhaus Osterfeld

Ob das direkt zum 1. Januar klappt, ist aber fraglich. „Der oder die Auserwählte wird vermutlich in Anstellung sein und nicht zum 1. Januar beginnen können, so- dass wir mit einer – hoffentlich kurzen – Vakanz rechnen“, sagt Bussey. Ehe es zur Besetzung komme, würden die aussichtsreichsten Kandidaten vorab zum Vorstellungsgespräch mit der Geschäftsleitung, dann beim Team vom Fachbereich und anschließend zu einer Hospitation im Haus der Jugend eingeladen.

"Durch die neue Landesverordnung und die noch ausstehende Verordnung für Kinder- und Jugendsozialarbeit müssen wir die Besucherzahl weiter einschränken, wobei sich die Tendenz schon abzeichnet, dass seit der Ausrufung der dritten Pandemiestufe Kinder von ihren Eltern aus zu Hause bleiben müssen."

Die pädagogische Geschäftsführerin Alison Bussey

Laut Bussey, die den Weggang Dewijzes bedauert, sich aber mit dem ganzen Team über diese Chance für ihn freut, bieten sich dem Nachfolger „große Chancen“ im Jugendhaus, „weitere Ideen in das bestehende Konzept zu integrieren und durchzustarten“. Dabei müsse die Person „die Kunst vollbringen, das bereits Erarbeitete nicht zu zerschlagen, die Teammitglieder abzuholen und sie mitzunehmen“. Zudem erwarte die Geschäftsführung, dass der Nachfolger zum einen eigene pädagogische Schwerpunkte setze – sei es Erlebnispädagogik, Musik, Sport, Medien, Politik. Zum anderen aber auch bei Verwaltungsangelegenheiten eine gute Figur machen sowie „ein Gespür für politische Entwicklungen“ hat.

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Pandemie wird für das Haus der Jugend zur weiteren Geduldsprobe

Erst Anfang des Jahres war das Haus der Jugend nach der mehrjährigen Sanierung eröffnet worden, bevor es coronabedingt im März wieder schließen musste. In den sechs Wochen vor der Zwangspause besuchten laut Bussey im Schnitt 80 bis 100 Jugendliche sowie 30 bis 40 Kinder täglich die Einrichtung. Vor der Pandemiestufe 3 seien es zwischen 30 und 40 Jugendliche und 15 bis 20 Kinder gewesen. „Durch die neue Landesverordnung und die noch ausstehende Verordnung für Kinder- und Jugendsozialarbeit müssen wir die Besucherzahl weiter einschränken, wobei sich die Tendenz schon abzeichnet, dass seit der Ausrufung der dritten Pandemiestufe Kinder von ihren Eltern aus zu Hause bleiben müssen“, sagt Bussey.

Jeanne Lutz

Jeanne Lutz

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