Schau-Laufen in der westlichen Unterführung: Die Löcher in einem Wandblech sollen ein Gemälde ergeben. Visualisierung: Dominique Papousado, dp|ia
Pforzheim
Schön sicher untendurch: Neues Konzept für Pforzheimer Bahnhofsunterführungen

Pforzheim. Kleine Maßnahmen hat die Stadtverwaltung jüngst bereits auf den Weg gebracht. Nun soll es gelingen, die Bahnhofsunterführungen grundsätzlich und dauerhaft attraktiver und vor allem sicherer zu machen. Am Mittwochabend stellte Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler erstmals im gemeinderätlichen Fachausschuss ein umfangreiches Konzept dazu vor. Der Blick in die Zukunft ist vielversprechend, doch der Weg dorthin weit und steinig.

Sicherheit, Aufwertung, Belebung: Diesen Dreiklang verfolgt Innenarchitektin Dominique Papousado vom Mannheimer Büro dp|ia mit ihrer Gesamtkonzeption. Dass im finsteren Untergrund Handlungsbedarf besteht, darin sind sich Pforzheims Kommunalpolitiker schon lange einig. Beide Unterführungen weisen deutliche Mängel auf: beschädigte Fliesen, zerstörter Sandstein, Wasserschäden an Decke und Boden. Letzterer ist großteils in derart miserablem Zustand, dass er komplett ersetzt werden muss.

Lichter und attraktiver soll auch dieser Bereich in der östlichen Unterführung werden. Visualisierung: Dominique Papousado, dp|ia
Klare Botschaften an den Wänden und farblich zugeordnete Schriftzüge am Boden erleichtern die Orientierung. Visualisierung: Dominique Papousado, dp|ia

Bei Bürgerbefragungen zur subjektiven Sicherheit ist stets Tenor, dass Passanten die Unterführungen als unbehaglich und düster empfinden. Für eine wesentliche Verbesserung sollen insbesondere Veränderungen bei der Beleuchtung und den Materialien sorgen. Vorgesehen sind etwa runde Deckenleuchten in verschiedenen Größen, ergänzende Lichtbänder, indirekte Spots, Strahler im Boden sowie Sitzelemente und Treppenhandläufe mit integrierter LED-Beleuchtung.

Kreatives soll die Blicke bannen

Die Wände sollen künftig ebenfalls ein Hingucker sein. Und dies nicht nur, weil unter anderem die schadensanfälligen kleinen durch großformatige helle Fliesen ersetzt werden. Das Konzept macht die Passagen zur öffentlichen Galerie. So könnte in der östlichen Unterführung dort, wo sich derzeit ein temporäres Ausmalbild befindet, in Kooperation mit dem Stadtjugendring oder mit örtlichen Künstlern ein dauerhaftes Wandbild entstehen, dass die gesamte Fläche bis hin zu den Toiletten einnimmt. Auch in der westlichen Unterführung soll Kreatives die Blicke bannen.

Mehr über das Konzept. lesen Sie am Donnerstag, 1. Oktober,. in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.