Pforzheim. Der selten gewordene Kammmolch zählt zu den streng geschützten Arten und ist in der Liste der Flora-FaunaHabitat-Arten (FFH) aufgeführt. Für solche Arten wurden spezielle Schutzgebiete – die sogenannten FFH-Gebiete – ausgewiesen. Einer Pressemitteilung zufolge fand nun im Revier „Hagenschieß“ des Forst-BW-Forstbezirks Nordschwarzwald eine Pflegemaßnahme statt, em Nördlichen Kammmolch helfen soll.
Die Vorbereitung war in enger Zusammenarbeit mit der unteren Naturschutzbehörde der Stadt Pforzheim erfolgt. Die betreffenden Flächen liegen im FFH-Gebiet „WürmNagoldPforte“. Für jedes dieser Gebiete existiert laut Pressemitteilung ein eigener Managementplan, der konkrete Maßnahmen zum Erhalt und zur Entwicklung der Arten und ihrer Lebensräume festlegt.
„Eine wichtige Maßnahme für den Nördlichen Kammmolch besteht darin, beschattende Gehölze an den Tümpeln zu entfernen, um die Bedingungen für die Art zu verbessern“,
- heißt es.
Der Kammmolch war ursprünglich vor allem in der offenen Landschaft verbreitet. Durch Bebauung und intensive landwirtschaftliche Nutzung seien seine Lebensräume jedoch weitgehend verloren gegangen. Heute findet man ihn daher überwiegend in geeigneten Gewässern im Wald. Bevorzugt werden stehende Gewässer mit dichter Unterwasservegetation und lehmigem Untergrund, idealerweise mindestens 70 Zentimeter tief und gut besonnt. Als Tagesverstecke nutzt der Kammmolch unter anderem Steinhaufen, vermoderte Baumstämme oder aufgeschichtetes Holz.

Zur Förderung der Art wurden mehrere Tümpel auf ihrer Südseite von beschattenden Bäumen und Sträuchern freigestellt. „Ausgewählte Biotopbäume bleiben bewusst erhalten, ebenso das vorhandene Totholz, das weiterhin als Rückzugsort und Lebensraum für zahlreiche Tierarten dient“ heißt es von Forst BW.


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Von den Maßnahmen profitierten nicht nur der Kammmolch, sondern auch andere Amphibien wie Gras-, Spring- und Laubfrosch sowie die Erdkröte. Auch viele Libellenarten, die in diesen Lebensräumen vorkommen, zögen daraus einen deutlichen Nutzen. Gemacht wurden die Arbeiten von den Forstwirt-Auszubildenden, die im Revier Seehaus ihre Ausbildung absolvieren.


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