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Sieben von zehn Ortschaftsräten ließen symbolisch ihr Sitzungsgeld in Höhe von 280 Euro da, um ein Signal zu senden.  Foto: Nico Bekasinski - stock.adobe.com (Symbolbild) 

Spenden für Huchenfelder Bad: Würmer Ortschaftsräte lassen Sitzungsgeld da, um Zeichen zu setzen

Pforzheim-Würm. Der Ortschaftsrat Würm hat in seiner Sitzung am Donnerstag in der Würmtalhalle sein Ansinnen bekräftigt, Spenden für den Bau eines Huchenfelder Kinderbeckens zu akquirieren. Sieben von zehn Ortschaftsräten ließen symbolisch ihr Sitzungsgeld in Höhe von 280 Euro da, um ein Signal zu senden. Der Erste Bürgermeister Dirk Büscher erklärte, dass im Dezember die Entscheidung fallen müsse, ob das Bad mit oder ohne Planschbecken gebaut werde, damit Fördergelder vom Land fließen könnten. Das entspräche Mehrkosten von acht Prozent, rechnete CDU-Ortschaftsrat Dirk Calmbach vor.

  „Wir wollen doch, dass unsere Kinder die Möglichkeit bekommen, schwimmen zu lernen.“ 

Das Becken soll laut Büscher eine Million Euro kosten, das Huchenfelder Bad 12,9 Millionen Euro. Der  Ortsteil Huchenfeld hatte vor Monaten eine große Spende in Höhe von 80.000 Euro in Aussicht gestellt und wollte sich um weitere Spenden bemühen. Das sei nicht geschehen, zeigte sich Ortschaftsrat Michael Schwarz (Freie Wähler) enttäuscht. Das erkläre sich aus dem Umstand, dass der  Beschluss zu Jahresanfang noch ohne das Kinderbecken zustande gekommen sei, erklärte Büscher. Er wolle lieber für Würmer Projekte spenden, erklärte Schwarz. Ortschaftsrat Florian Bähr (Würmer Liste) sprach sich dafür aus, das Sitzungsgeld und auch das restliche Ortsteilbudget zu verwenden, sollten sich jetzt noch Mäzene auftun. Das fand eine Mehrheit, die Ortsvorsteherin Katja Theurer in einen Beschluss goss. Büscher hatte auch die Verkehrsüberwachungszahlen aus dem laufenden Jahr mitgebracht. Demnach waren von 3000 kontrollierten Fahrzeugen 229 zu schnell in dem auf 30 Stundenkilometer beschränkten Ortsteil unterwegs.

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In die Haushaltsberatungen wird nicht nur der Neubau der Bäder einfließen, sondern auch das Geld, das für Würm vorgesehen ist: Im Ergebnishaushalt sind das 675.000 Euro für das Jahr 2021. Im Finanzhaushalt sind 100.000 Euro enthalten, die auch für den Radweg von Würm nach Huchenfeld verwendet werden sollen. Nicht berücksichtigt werden ein barrierefreier Ausbau des Rathauses  und die Sanierung der Grünanlage, der Umbau des Hartrasen- zum Kunstrasenplatz sowie ein Ersatz für den Kleintraktor.

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Martina Schaefer

Martina Schaefer

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