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Auch in den Kaltenbronner Schnee entführt der Videoclip die Zuschauer. Screenshot: PZ 

„Stille Nacht“ neu aufgelegt: Musikalisches Weihnachtsgeschenk von Jörg Augenstein und Noah Leonne

Pforzheim. Wer sehnt sich zum Ausklang eines derart fordernden, bitteren und zehrenden Krisenjahrs nicht nach Besinnlichkeit, Harmonie und großen Gefühlen? Der CDU-Stadtrat, Schlagersänger und Brötzinger Tausendsassa Jörg Augenstein stillt gemeinsam mit dem jungen Geiger Noah Leonne aus Göbrichen diese Sehnsucht – mit einer spontanen und doch aufwendigen, professionellen musikalischen Produktion. Sie soll „ein kleines Weihnachtsgeschenk“ für alle Pforzheimer sein, betont Noah Leonne. Ab sofort ist die ganz besondere Version von „Stille Nacht“ auf den digitalen Kanälen von PZ-news zu hören und zu sehen.

Es war ein in der PZ veröffentlichter Aufruf des städtischen Eigenbetriebs Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP), der Augenstein zu diesem Projekt inspirierte. Der WSP hatte im Zuge seiner Aktion „Spiel mich! PF“ Kreative dazu aufgerufen, Weihnachtslieder anzustimmen und aufzunehmen. Augenstein gefiel die Idee so gut, dass er – quasi außer Konkurrenz – einen eigenen, ähnlichen Beitrag leisten wollte.

Augenstein
Video

Jörg Augenstein und Noah Leonne performen "Stille Nacht"

Bei dem 18-jährigen Violinisten, mit dem er bereits wiederholt zusammengearbeitet hat, stieß er damit auf offene Ohren. „Ja, klar!“, sei seine erste Reaktion gewesen, berichtet Noah Leonne. Beiden sei klar gewesen: „Wenn wir so etwas machen, dann soll es schon etwas Gescheites sein.“

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Hoch überm Altar der Schloßkirche singt Jörg Augenstein, begleitet vom Spiel des Geigers Noah Leonne. Screenshot: PZ

Für Augenstein stand schnell fest, dass es „Stille Nacht“ sein müsse – „einfach ein wunderschönes Weihnachtslied“. Umgehend nahm er Kontakt mit seinem Produzenten Torsten Bader auf, in dessen Studio bei Stuttgart das Lied in einem eigens dafür geschaffenen Arrangement eingesungen und eingespielt wurde.

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Augenstein auf dem Wallberg über der Heimatstadt, der er diesen Beitrag schenkt. Screenshot: PZ

Das Geigensolo, von dem sich Augenstein „total begeistert“ zeigt, improvisierte Noah Leonne tatsächlich ungeprobt spontan vor Ort. Nach kurzer Drehortsuche machte sich am vergangenen Sonntag ein kleiner Tross auf – in das glücklicherweise schön verschneite Kaltenbronn, dank der Genehmigung von Pfarrerin Heike Reisner-Baral auf die Empore der Schloßkirche, hoch hinauf auf den Wallberg und auch noch zum Hauptfriedhof mit seinem abends besonders prächtig funkelnden Weihnachtsbaum.

Film ab auf die Leinwand

All diese teils per Drohne gefilmten Sequenzen fügen sich zum fast vierminütigen Videoclip, in dem Insider eine kleine Reminiszenz an Augensteins zweite Heimat entdecken können: Die schneebedeckte Kapelle und das Kruzifix am Anfang sind aktuelle Aufnahmen von Freunden aus Burgeis in Südtirol.

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Die „Stille Nacht“ funkelt auf dem Hauptfriedhof. Screenshot: PZ

Das Ergebnis sei „absolut radio- und fernsehtauglich“, freut sich Augenstein über die imponierende Gemeinschaftsleistung der Mitwirkenden, die ebenfalls allesamt arg unter der Krise zu leiden haben. Leonne etwa schätzt die Zahl der Auftritte, die er in diesem Jahr wegen Corona absagen musste, auf „sicher 30 bis 40“.

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Pforzheim

Party auf dem Sparkassenturm: Filmdreh mit PZ-Lesern für Jörg Augensteins „Good Morning Sunshine“

Schon allein wegen der zur Verfügung stehenden technischen Ausrüstung konkurrieren die Macher dieses Videos ausdrücklich nicht mit den Teilnehmern des WSP-Wettbewerbs, für den der Leiter des Fachbereichs Innenstadtentwicklung, Michael Hertl, eine imponierende Resonanz vermeldet. Von Musikschülern über Familien bis hin zu lokalen Bands seien Beiträge gekommen. Wie diese werde aber auch die „Stille Nacht“ von Augenstein und Leonne auf der großen Leinwand am Neuen Rathaus gezeigt, über die im Advent stets ab dem späten Nachmittag vorweihnachtliche Clips laufen.

Claudius Erb

Claudius Erb

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