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Immer wieder sorgen Unfälle in der neuen Lärmschutzeinhausung für große Verkehrsbehinderungen. Nun soll sich etwas tun!
Meyer
Pforzheim
Unfallschwerpunkt Lärmschutzeinhausung: Autobahn GmbH und Polizei wollen auf der A8 für mehr Sicherheit sorgen

Pforzheim. Die Autobahn GmbH Niederlassung Südwest setzt in enger Abstimmung mit dem Polizeipräsidium Pforzheim bis Ende März 2026 zusätzliche verkehrliche Maßnahmen vor der neuen Lärmschutzeinhausung der A8 um. Dies teilt die Autobahn GmbH in einer Pressemeldung mit. 

Hintergrund der Sofortmaßnahmen seien Vorfälle, bei denen Fahrzeuge trotz Verbots- und Hinweisschildern sowie roter Ampeln vor der Einhausung einfach weitergefahren seien und dadurch Menschenleben sowie Einsatzkräfte gefährdet haben. Außerdem gebe es Abstands- und Geschwindigkeitsverstöße, die zu Auffahrunfällen in der Einhausung geführt haben sollen. Die Einhausung sei sicher – gefährlich werde es, wenn Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer Tunnelsperrungen bei Unfällen oder Pannen ignorieren.

Seit dieser Woche werde die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 km/h in beiden Fahrtrichtungen weiter vor der Einhausung angeordnet. In den kommenden Wochen würden außerdem zusätzliche Warnschilder aufgestellt. Beide Maßnahmen sollen die Aufmerksamkeit erhöhen und die Reaktionszeiten verbessern, so die Mitteilung. Auch die Beleuchtung in der Einhausung sei optimiert worden: Eine stärkere Helligkeit sorge tagsüber für bessere Sicht. Um Tunnelsperrungen zusätzlich zu verdeutlichen, sollen weitere Signalgeber über dem Behelfsfahrstreifen der LKW in Fahrtrichtung Stuttgart installiert werden.

Um die Verkehrssituation auf der A8, den Umleitungsstrecken und in den Nachbargemeinden zu entlasten, werde bei Tunnelsperrungen die nicht betroffene Fahrbahn bereits jetzt manuell früher freigegeben. Die Lichtsignalanlage schalte diese Richtung auf Grün, während die Autobahnpolizei die gesperrte Seite absichere. Künftig werde dieser Ablauf automatisiert und in die Tunnelsteuerung integriert.

Die Autobahn GmbH und das Polizeipräsidium appellieren gemeinsam: Rot heißt Stopp. Angepasste Geschwindigkeit, ausreichender Abstand und volle Aufmerksamkeit retten Leben und ermöglichen Einsatzkräften sicheres Arbeiten.

Enzkreisabgeordneter begrüßt erste Maßnahmen

Der FDP-Enzkreisabgeordnet Erik Schweickert begrüßt, dass die Autobahn GmbH in Absprache mit der Polizei nun erste Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in der neuen Lärmschutzeinhausung der A8 umsetzt, teilt er in einer Pressemitteilung mit. Schon nach den ersten Unfällen hatte sich der Abgeordnete an die Autobahn GmbH gewandt und Forderungen aufgestellt.

„Nachdem sich Unfälle bereits kurz nach Eröffnung der Einhausung gehäuft haben, war es unabdingbar, sich die Situation noch einmal anzuschauen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen, bevor es zu einem großen Unglück kommt. Einen dauerhaften Unfallschwerpunkt an dieser neuralgischen Stelle des A 8-Ausbaus können wir uns nicht erlauben und auch die Missachtung von Tunnelsperrungen durch einzelne Verkehrsteilnehmer birgt eine Gefahr für Einsatzkräfte, die nicht hingenommen werden kann“,

so Schweickert.