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Frank Jansen, Leiter der JVA Heimsheim.  Foto: Meyer/PZ-Archiv 

Gefängnisdirektor der JVA Heimsheim: Job hinter Gittern ist krisensicher

Heimsheim. Obwohl die Verantwortlichen in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Heimsheim nach eigenen Angaben einen guten Zulauf an Bewerbern verzeichnen, gibt es immer noch offene Stellen.

Das hängt laut Anstaltsleiter Frank Jansen einereits mit dem geplanten Anbau zusammen, der Mitte 2022 auf dem Gelände der JVA im Wald nahe der Autobahnauffahrt Heimsheim mit zusätzlich 120 Haftplätzen in Betrieb gehen soll. Andererseits aber auch mit der Fluktuation, etwa durch in Ruhestand gehende Kollegen im derzeit rund 250 Mitarbeiter zählenden Gefängnisbetrieb. „Wir haben fortlaufend einen hohen Bedarf an Bediensteten“, fasst Jansen zusammen. Das betreffe nicht nur den Vollzugsdienst, sondern auch Krankenabteilung oder Küche - also Arzt, Pflegekraft, Sozialarbeiter oder Koch. „Quereinsteiger nehmen wir mit Kusshand“, sagt Jansen. Allerdings brauche es für die „herausfordernde Tätigkeit“ im Gefängnis eben auch „charakterlich gefestigte Menschen mit Fingerspitzengefühl, denn wir haben nicht nur Klosterbrüder in der Einrichtung“.

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Für die Jobs im Knast gelte: Keine Kurzarbeit, krisensicher, systemrelevant - „das hat sich herumgesprochen“, weiß Jansen und habe möglicherweise zur ein oder anderen Initiativbewerbung während des Lockdowns geführt.

„Es ist eine herausfordernde Tätigkeit für charakterlich gefestigte Menschen. Denn es gibt eben nicht nur Klosterbrüder hier in der Einrichtung.“

Frank Jansen, Leiter der JVA Heimsheim über das Berufsbild im Justizvollzug.

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Nadine Schmid

Nadine Schmid

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