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Pressekonferenz zum Fall des getöteten Büchsenmachers, Sportschützen und Jägers Simon Paulus aus Birkenfeld-Gräfenhausen: Auf dem Podium sitzen (von links) Bernhard Ebinger und Sabine Mayländer (jeweils Staatsanwaltschaft), Uwe Carl (Leiter Kriminalkommissariat Pforzheim) und Raphael Fiedler (Polizei-Pressesprecher). 
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Pressekonferenz zum Fall des getöteten Büchsenmachers, Sportschützen und Jägers Simon Paulus aus Birkenfeld-Gräfenhausen: Auf dem Podium sitzen (von links) Bernhard Ebinger und Sabine Mayländer (jeweils Staatsanwaltschaft), Uwe Carl (Leiter Kriminalkommissariat Pforzheim), Raphael Fiedler (Polizei-Pressesprecher). 

Getöteter Simon Paulus: Zwei Pforzheimer in U-Haft - Weiterer Raub geplant

Enzkreis. Knapp sieben Wochen nach seinem Verschwinden hat die Polizei die Männer verhaftet, die Simon Paulus getötet haben sollen. Wer sind die Verdächtigen? Wie kam die Soko ihnen auf die Spur? Erste Antworten gab es in einer Pressekonferenz.

[Neues im Fall des getöteten Simon Paulus: Was wir wissen und was nicht - diesen aktuelleren Artikel lesen Sie unter diesem Link]

Auf dem Podium saßen Bernhard Ebinger und Sabine Mayländer (jeweils Staatsanwaltschaft), Uwe Carl (Leiter Kriminalkommissariat Pforzheim), Raphael Fiedler (Polizei-Pressesprecher). Am Mittwochmittag hatten Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Pressemitteilung über ihren Fahndungserfolg informiert.

Fahndungserfolg im Fall Paulus: Kriminalkommissariats-Leiter im Interview
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So gelang der Fahndungserfolg im Fall Paulus

Die beiden Tatverdächtigen sitzen jetzt in U-Haft. Ihnen wird Mord und gemeinschaftlicher schwerer Raub mit Todesfolge vorgeworfen. Im Blickpunkt steht dabei zum einen ein 29-jähriger Italiener aus Pforzheim. Strafrechtlich ist er bislang noch nicht aufgefallen, auch nicht sein 26-jähriger deutscher Freund aus Pforzheim, der bei dem tödlich geendeten Raub mit dabei war. Es gebe auch keine Hinweise darauf, dass beide einem speziellen Milieu zugehören, in dem Straftaten mehr oder minder regelmäßig Straftaten begangen werden.

In einer ersten Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft war noch davon die Rede gewesen, dass die beiden Verdächtigen aus dem Enzkreis stammen. Dies wurde am Mittwochnachmittag bei einer Pressekonferenz korrigiert: Sie wohnten demnach in Pforzheim.

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Pressekonferenz zum Fahndungserfolg im Fall Paulus

Am Dienstag gab es dann eine Razzia an mehreren Orten in Pforzheim, bei der nicht nur die Tatverdächtigen geschnappt, sondern auch zahlreiches Material sichergestellt wurde. Das müsse allerdings jetzt erst Stück für Stück untersucht und in den Tathergang eingeordnet werden, so Uwe Carl. Der Leiter des des Pforzheimer Kriminalkommissariats betonte, dass Simon Paulus nach aktueller Lage kein Waffenhändler gewesen sein. "Er ist hier das Opfer", so Carl. Es habe eine persönliche Bekanntschaft zu einem der Täter gegeben. Wie es zum Tod von Simon Paulus kam, ob der Raubüferfall aus dem Ruder lief oder der Tod des Gräfenhauseners abgemachte Sache war, müsse erst noch untersucht werden.

Die Sonderkommission hatte zunächst wegen des Verschwindens von Simon Paulus ermittelt. Er war nach einem Streit in seinem Anwesen am 29. August gegen 21.30 Uhr nicht mehr gesehen worden. Seit gut zwei Wochen ist klar, dass der Gräfenhausener getötet wurde: Da wurde seine Leiche in einem Waldstück bei Pforzheim gefunden.

Leichenfund im Wald bei Pforzheim
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Leichenfund im Wald bei Pforzheim

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Leiche in einem Pforzheimer Waldstück aufgefunden

Erst am Dienstag hatte die Polizei auch im Fall des bei Dobel Erschossenen einen Erfolg vermeldet: Dort waren - ebenfalls am Dienstag - zwei Verdächtige festgenommen worden.

Mehr zum Mordfall Simon Paulus lesen Sie am Donnerstag in der "Pforzheimer Zeitung". 

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