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Jeweils an einem Standort in Pforzheim, dem Enzkreis und dem Kreis Calw entsteht ein Impfzentrum. 

Standorte für Corona-Impfzentren stehen fest: An diesen drei Plätzen in Pforzheim und der Region wird geimpft

Stuttgart/Pforzheim/Enzkreis/Kreis Calw. Das baden-württembergische Sozialministerium hat am Mittwochnachmittag bekanntgegeben, an welchen Orten die Kreisimpfzentren ihren Standort haben werden. Unter den 50 geplanten Zentren sind auch drei in der PZ-Region.

Demnach hatten die baden-württembergischen Städte, Gemeinden und Landkreise bis Mittwochvormittag Gelegenheit, dem Ministerium ihre Vorschläge für geeignete Standorte zu melden. Hierzu hatten sie einen Kriterienkatalog erhalten, um die Anforderungen für eine geeignete Liegenschaft einschätzen zu können. Die Entscheidung über die Standorte der Kreisimpfzentren erfolgte in Zusammenarbeit des Landes mit dem Städtetag Baden-Württemberg, dem Landkreistag Baden-Württemberg und dem Gemeindetag Baden-Württemberg unter Beteiligung der jeweiligen Kommunen.

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„Unsere Impfstrategie steht auf einem stabilen Fundament. Nach den neun Zentralen Impfzentren in Freiburg, Offenburg, Karlsruhe, Heidelberg, Stuttgart (2), Rot am See, Tübingen und Ulm haben wir nun auch die Standorte für die Kreisimpfzentren festgelegt. Diese sollen am 15. Januar 2021 betriebsbereit sein“, wird Gesundheitsminister Manne Lucha zitiert.

Die Liste der Impfzentren in der Region:

  • Pforzheim: Eissporthalle St.-Maur-Halle
  • Enzkreis: Mönsheim, Appenbergsporthalle
  • Landkreis Calw: Altensteig, DEKRA-Hotel Wart

Appenbergsporthalle in Mönsheim bietet optimale Bedingungen 

„Wir haben im Kreis mögliche Objekte abgefragt und eine Reihe interessanter Angebote bekommen“, berichtet Enzkreis-Dezernent Dr. Daniel Sailer: „Wir haben die Standorte mit den Anforderungen des Ministeriums abgeglichen und sie uns zum Teil vor Ort angeschaut. Das Ergebnis war sehr eindeutig: In der Appenbergsporthalle in Mönsheim haben wir nahezu optimale Bedingungen für ein solches Zentrum.“

Sailer betont die gute Zusammenarbeit mit den Gemeinden und zeigt sich erfreut über die Rückmeldungen: „Die Zusammenarbeit innerhalb der kommunalen Familie funktioniert gut.“ Mönsheims Bürgermeister Thomas Fritsch unterstützt den Plan der Kreisverwaltung ausdrücklich: „Es wäre natürlich für unsere Bürgerinnen und Bürger sehr komfortabel, das Zentrum praktisch vor der Haustür zu haben.“

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Mit Beeinträchtigungen rechnet das Ortsoberhaupt eher nicht: „Die Halle liegt ausgesprochen günstig und kann aus fast allen Richtungen so mit dem Auto angefahren werden, dass die enge Ortsdurchfahrt nicht tangiert wird.“ Was Fritsch besonders freut: „Dass wir als eine der kleinsten Kreisgemeinden etwas zum großen Ganzen beitragen können.“

Mit der Meldung der Appenbergsporthalle sei ihm durchaus bewusst gewesen, dass es zu nochmaligen Einschränkungen der Sport treibenden Vereine und der Schule kommen könne, wenn die Halle als Impfzentrum ausgewählt wird. „Ich hoffe, die Betroffenen haben Verständnis dafür.“ 

Pforzheim und Enzkreis mit zwei Impfzentren gut aufgestellt

Auch die Stadt Pforzheim hat in den vergangenen Wochen intensiv Liegenschaften gesucht, geprüft und gemeldet; das Sozialministerium hat nun eine Auswahl getroffen. „Der Verwaltungsstab der Stadt hat stadtintern den Auftrag zu Vorbereitungen erteilt. Die Vorbereitungen für die St. Maur- Halle laufen bereits mit Nachdruck“, so Oberbürgermeister Peter Boch. Wichtig sei aber auch, „dass einige zentrale Rahmenbedingungen durch das SM für die Kreisimpfzentren noch offen sind. Hier stehen wir im täglichen Austausch mit den zuständigen Stellen beim Land“, so Sebastian Fischer, Amtsleiter für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. 

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„Mit zwei Impfzentren für unsere zusammen 325.000 Einwohner sind wir gut ausgestattet – besser als manch anderer Landkreis“, zeigt sich Landrat Bastian Rosenau mit der Planung des Landes zufrieden. Auch wenn die Standorte aller Voraussicht nach nun feststehen, sind noch viele Fragen zu klären, ehe die beiden Zentren in Betrieb gehen können. So erarbeite die KVBW ein Konzept zur personellen Ausstattung, wie deren Pandemiebeauftragte Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth mitteilt. Offen seien zudem viele Detailfragen, zum Beispiel wie die mobilen Impfteams aufgestellt und eingesetzt werden, wie die Terminvergabe ablaufen und wie die Patienten zu den beiden Zentren gesteuert werden sollen.

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Das aber, da sind sich alle Beteiligten einig, werde man bis zum geplanten Start Mitte Januar im Griff haben. „Gemeinsam schaffen wir auch das“, so Landrat Rosenau und OB Boch. Etwa 60 Impfungen pro Stunde an fünf bis acht Impfstationen – so lautet die Vorgabe des Sozialministeriums für die KIZ. Dafür werden mindestens 1.200 Quadratmeter Gesamtfläche gefordert, dazu Umkleide- und Sozialräume für das medizinische Personal, Lagermöglichkeiten für die Impfstoffe, Sanitäranlagen sowie mehrere getrennte Ein- und Ausgänge.

All diese Vorgaben erfüllt die Appenbergsporthalle: Auf der 1.500 Quadratmeter großen Hallenfläche kann die gesamte Impfstätte auf einer Ebene abgebildet werden. Zudem gibt es ausreichend Platz für optimale Laufwege. Im Außenbereich stehen Parkplätze zur Verfügung, auch die Anbindung an den ÖPNV sowie eine direkte Anfahrtsmöglichkeit für Rettungsdienste sind vorhanden.