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Das übliche Bild: Villingens Torhüter Andrea Hoxha pariert gegen Marco Rienhardt (links) und Stanley Ratifo. Rienhardt erzielte später zwar das 1:0, aber das reichte an diesem Tag nicht zum Sieg.  Foto: Becker 

1. CfR Pforzheim nutzt Chancen gegen Villingen erneut nicht

Pforzheim. Wenn die Saison vorbei ist, könnte es passieren, dass der 1. CfR Pforzheim sie unter der Rubrik „Spielzeit der verpassten Möglichkeiten“ abheften muss. Das 1:1 am Samstag gegen den FC 08 Villingen passt dabei prima ins Bild. Auch diese Begegnung hätten die Goldstädter gewinnen können. Oder sogar müssen. Doch wie in fast jeder Partie dieser Saison, die der CfR nicht als Sieger vom Platz ging, wurde hinterher über vergebene Tormöglichkeiten gesprochen.

„Wir hätten mehr Tore machen können“, sagt Spielmacher Robin Münst. „Wir haben in der ersten Halbzeit unsere Chancen nicht genutzt“, pflichtet Mittelfeldabräumer Enez Türköz bei. Und auch der Trainer stimmt ein: „Wir hatten wieder viele Chancen“, sagt Fatih Ceylan. Aber das zweite Tor wollte halt nicht fallen. So endete die Partie nach dem 1:0 von Marco Rienhardt (47.) und Damian Kaminski Treffer (73,.) 1:1.

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Ärgerlich: Der Ausgleichstreffer war der einzige gefährliche Torschuss der Gäste in 90 Minuten. Kevin Rombach, der beim CfR wieder den Vorzug im Tor erhalten hatte, bekam keine Möglichkeit sich auszuzeichnen. Und beim Gegentor war er machtlos. „So ist es im Fußball halt manchmal“, sagte der Keeper.

Vor allem die erste Halbzeit war bei Schmuddelwetter am Samstagnachmittag im Brötzinger Tal eine einseitige Angelegenheit. Pforzheim machte das Spiel, Villingen verteidigte meist mit einer Fünferkette und weiteren vier Mann davor. Die Gastgeber taten sich schwer, hochkarätige Chancen zu kreieren. Doch es gab jene Möglichkeiten, die gerne auch als zwingend bezeichnet werden.

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Die erste, als Villingens sonst starker Schlussmann Andrea Hoxha einen Schuss von Salvatore Varese prallen ließ, Rienhardt im Nachsetzen aber nicht am Schlussmann vorbei kam (7.). Die zweite, als Rienhardt für Robin Münst vorlegte, dessen Schlenzer Hoxha aber aus dem Winkel fischte (36.). Und die dritte, als der auffällig agierende Enez Türköz eine Minute später von der Strafraumgrenze abzog, Hoxha den Ball aber um den Pfosten lenkte. „Villingen kann sich für den Punkt bei seinem Torhüter bedanken“, sagte Fatih Ceylan nach dem Schlusspfiff.

Die Pforzheimer knüpften nach Seitenwechsel gleich an den dominanten Auftritt von vor der Pause an. Und als Robin Münst seinen Kollegen Marco Rienhardt mustergültig freispielte, traf der Angreifer zur verdienten Pforzheimer Führung (47.).

Gelb-Rot für Ceylan

Doch danach begann die Partie – zunächst unmerklich – zu kippen. „Wir haben zu viele Bälle verloren, konnten vorne den Ball nicht mehr festmachen“, analysierte Robin Münst richtig. Torhüter Rombach ergänzte: „Wir haben dann das Fußballspielen etwas eingestellt.“ Tatsächlich konnte Villingen die Partie offener gestalten, hatte allerdings auch das Glück, dass die einzige ernsthafte Torchance gleich zum Treffer führte. Nach einem weiten Schlag enteilte Kaminski Gegenspieler Serach von Nordheim und traf ins lange Eck. „Ich glaube, er hat den Ball gar nicht richtig getroffen, der ist irgendwie ins Tor gehoppelt“, ärgerte sich Pforzheims Torhüter. Geärgert hat sich auch Fatih Ceylan. Zunächst über den Linienrichter, den er in dieser Situation nicht auf Ballhöhe sah und der deshalb die Abseitsstellung des Torschützen gar nicht hätte sehen können. Pforzheims Coach machte seinem Ärger so lautstark Luft, dass er vom Schiedsrichter die Gelb-Rote Karte sah und sich jenseits des Zaunes wiederfand. „Abseits oder nicht, wir müssen in dieser Situation einfach richtig stehen“, sah der Coach vor allem das Team in die Pflicht.

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CfR und die Corona-Folgen

Nein, beim 1. CfR Pforzheim gibt es aktuell keinen Corona-Fall. Aber beide Spiele, die die Pforzheimer kommende Woche in der Oberliga noch austragen sollen, finden coronabedingt unter besonderen Bedingungen statt – oder auch nicht.

Das Spiel am kommenden Freitag beim FSV Bissingen ist akut gefährdet, weil es im Umfeld der schwäbischen Mannschaft einen oder mehrere Coronafälle gab und das Team sich in Quarantäne befindet. In Bissingen rechnete man nicht damit, dass das Spiel am Freitag stattfinden kann.

Dass der CfR am morgigen Dienstag (18.00 Uhr) in Oberachern antreten muss, hängt damit zusammen, dass die Partie zum ursprünglichen Zeitpunkt wegen eines Coronafalles beim SV abgesagt worden war. Dass Oberachern morgen ausgeruht ins Spiel geht, ist ebenfalls coronabedingt. Das Ortenau-Derby am vergangenen Samstag gegen Linx wurde auf 28. Oktober verlegt, weil die Infektionszahlen im Elsass sehr hoch sind und beide Teams auf Spieler aus der französischen Region setzen.