Aufwärts geht es in dieser Saison mit dem Karlsruher SC – auch dank Trainer Christian Eichner. Foto: Pförtner/dpa
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KSC-Trainer Christian Eichner: „Da kommt viel Positives auf uns zu“
  • Peter Putzing

Karlsruhe. Der Abwärtstrend ist gestoppt. Nach drei Niederlagen in Folge gelang dem KSC wieder in Sieg. Und einer, der in Erinnerung bleibt. Beim 4:2 Erfolg in Würzburg erzielten die Badener alle Treffer – inklusive zwei Eigentoren. Mann des Spiels? Marvin Wanitzek. Dem gelang ein Dreierpack der etwas anderen Art. Zwei Tore für den KSC – eines für die Kickers aus Würzburg. Zudem sah Dirk Carlson Gelb-Rot. Auch Lukas Fröde ist gegen Greuther Fürth gesperrt. Er sah in Würzburg die fünfte Gelbe Karte. Über all das sprach Peter Putzing mit Cheftrainer Christian Eichner.

PZ: Herr Eichner, nach drei Niederlagen in Folge wieder einen Sieg eingefahren, da muss die Freude richtig groß sein.

Christian Eichner: Ja, ist sie. Wir wussten um die Bedeutung des Spiels in Würzburg, auch wenn wir nicht so viel darüber geredet haben. Wir hatten die Chance, einen Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt zu distanzieren. Das hat verdient geklappt. Die Mannschaft war wach und aggressiv nach vorne. Wir haben die Tore immer zum richtigen Zeitpunkt erzielt. Insgesamt war es ein absolut verdienter Sieg.

Der KSC gewann 4:2, erzielte alle sechs Tore – Haben Sie so etwas schon einmal erlebt?

Dass wir am Ende alle sechs Tore geschossen haben, war absolut ungewöhnlich. Aber das mit den Eigentoren hat mich nicht geärgert. Viel mehr geärgert hat mich etwas anderes: Wir haben in der Halbzeit gesagt, dass wir unsere Chancen bekommen werden, aber dass wir intelligent sein müssen. Vor allem, dass wir keine dummen Gelben Karten kassieren, sondern dass wir eher einmal nicht mit aller Macht in einen Zweikampf gehen sollen. Und dann kassieren wir doch eine unnötige Gelb-Rote Karte. Das darf nicht passieren, das war in der Woche zuvor so, daraus müssen wir endlich lernen. Wir führen auswärts und bringen uns selbst in Schwierigkeiten ...

Vom Platz musste Dirk Carlson, er ist gegen Greuther Fürth gesperrt. Kehrt jetzt kehrt Philip Heise in die Startelf zurück?

Das wird wohl so sein, wir stellen bestenfalls immer positionsgetreu auf.

Auswärts wurden vier von acht Spielen gewonnen. Die Bilanz im Wildpark ist nicht ganz so gut.

Während der Corona-Pandemie sind die Unterschiede zwischen Heim- und Auswärtsspielen nicht so gravierend. Zudem hatten wir anspruchsvolle Gegner zuhause. Düsseldorf, Hamburg, Bochum. Die werden am Ende vorne dabei sein, das sind alles Topteams.

Auch am Freitag kommt mit Greuther Fürth ein Topteam.

Da treffen wir auf eine der besten, auf eine der spielstärksten Mannschaften der Liga.

Das kommt dem KSC entgegen, denn der hat meist dann Erfolg, wenn der Gegner mehr den Ball hat. 

Ich weiß nicht, ob Greuther Fürth oder wir mehr den Ball haben werden. Das wird auf alle Fälle eine große Herausforderung. Aber ich sehe absolut die Möglichkeit, auch da Punkte auf unser Konto zu packen.

Abräumer Lukas Fröde ist nach seiner fünften gelben Karte gesperrt. Wird er durch Alexander Groiß, der gegen Würzburg eingewechselt wurde, ersetzt?

Alex hat gute Chancen. Ich fand seinen Auftritt in Würzburg gut, er war aggressiv, selbstbewusst. Das hat mich gefreut, ebenso wie der Auftritt vom jungen Tim Breithaupt – auch er hat bei seinem Bundesliga-Debüt gut gespielt. Aber auch Kyoung-Rok Choi ist ein Kandidat, auch er kann auf dieser Position spielen.

Wie sahen Sie die Leistung von Marvin Wanitzek?

Er hat ein Topspiel abgeliefert. Wir haben viel mit ihm gearbeitet, insbesondere Zlatan (Erläuterung: Assistenztrainer Bajramaiv) hat viel mit ihm gearbeitet, mit Videos, mit Gesprächen. Marvin soll mehr in die torgefährliche Zone durchlaufen, das macht er inzwischen prima. In der 3. Liga hat er am Sechzehner gewartet, hat dann von dort etliche Tore gemacht, jetzt geht er mehr vorne rein. Wir brauchen seine Tore. Marvin verkörpert den KSC, er ist mit Herz dabei. Er ist sehr torgefährlich, läuft immer mehr in die Box. Da kommt noch viel Positives auf uns zu.