Nach dem Brandanschlag auf das Vereinsgebäude kann Fatihspor Pforzheim mit (von links) Hakan Yazici, Beytullah Yüksel, Bilal Yildiz, Ezzat Sado und Francesco Grifo den Spielbetrieb fortführen. Trainieren ist allerdings nicht möglich, da das Flutlicht nicht funktioniert. Foto: PZ-Archiv, Ripberger
Ein „wahrer Held“ – und in der ZDF-Grafik sogar noch ein Exot im Vergleich mit anderen Kollegen: CfR-Stürmer und Rapper Stanley Ratifo. Foto: ZDF
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Nach Brand im Vereinsheim: Wie geht’s weiter bei Fatihspor?

Sportlich läuft’s gar nicht (Tabellenletzter in der Kreisliga) und jetzt liegt auch noch das Vereinsgebäude quasi in Schutt und Asche. Die Sorgen bei Fatihspor Pforzheim werden nach der Brandstiftung in der Nacht von Samstag auf Sonntag immer größer.

Verantwortliche und Spieler des türkischen Vereins sind immer noch schockiert über die mutmaßliche Tat von „Idioten“. Und es stellen sich nun die Fragen: Wie geht es weiter? Wo sollen sich die Spieler nun umziehen? Kann Fatihspor seine Heimspiele trotzdem austragen? Oder steht der Verein sogar vor dem Aus?

Am Montagabend besichtigte die Führungsebene des türkischen Vereins den ausgebrannten Kabinentrakt. Vor 20 Jahren wurde dieser in Eigenregie fertiggestellt. Darin befinden sich die Umkleidekabinen, die sanitären Anlagen, ein Büro, ein Besprechungszimmer sowie ein Raum für Feierlichkeiten. Das geplante Clubhaus – auf dem Kabinentrakt – ist bis heute nicht fertiggebaut worden.

Laut Kazim Kurt vom Spielleiter-Trio haben Unbekannte mit einem riesigen Holzberg den Schaltschrank in Brand gesetzt. Nur hier entstand ein Schaden von rund 100.000 Euro. Flutlicht und Heizung funktionieren somit nicht. Der Trainingsbetrieb ist erstmal auf Eis gelegt, der Spielbetrieb kann aber fortgeführt werden. „Die Kabinen haben nichts abbekommen, beim nächsten Heimspiel in zwei Wochen werden die Gäste eine saubere Kabine und saubere Duschen vorfinden“, versichert Kurt. Bezüglich des Trainingsbetriebs will man auf den FSV Buckenberg zugehen. „Vielleicht lässt sich hier was arrangieren.“

Wer hinter der Brandstiftung steckt, ist bislang unklar. Die Spurensicherung war Vorort. Der Verein hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

„In letzter Zeit wurde bei uns dreimal eingebrochen“, berichtet ein immer noch schockierter Kazim Kurt, „diesmal wollte uns jemand richtig wehtun. Aber wir lassen uns nicht unterkriegen. Wir machen weiter und bauen das Gebäude wieder auf. Da stehen wir alle zusammen.“

Am kommenden Sonntag muss Fatihspor erstmal auswärts in Nußbaum ran.

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