232711664
Kölns Jorge Mere (l) und Kölns Kingsley Ehizibue (r) kämpfen mit Stuttgarts Borna Sosa um den Ball. 

Nach Sieg gegen Köln: Aufsteiger VfB Stuttgart wohl schon gerettet

Köln/Stuttgart. Der 1. FC Köln hat seine kuriose Heimserie fortgesetzt und im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Die Kölner blieben durch das 0:1 (0:0) zum elften Mal seit dem Jahr 2000 in einem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart ohne Sieg. In dieser Saison war es die siebte Niederlage im elften Spiel in der heimischen Arena.

Statt möglicher sechs Punkte beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz nun nur drei Zähler. Und die auf Rang 16 stehenden Bielefelder haben noch ein Nachholspiel. Das Polster auf den 1. FSV Mainz 05 und Platz 17 beträgt lediglich noch vier Zähler.

Sport regional

Beim VfB Stuttgart ist der Vertrag mit Trainer Pellegrino Matarazzo unter Dach und Fach

Die Schwaben dürften sich mit nun elf Zählern Vorsprung auf Bielefeld der letzten theoretischen Zweifel am Klassenverbleib entledigt haben. Sasa Kalajdzic sorgte mit seinem zehnten Saisontor (49.) für den ersten Auswärtssieg nach zuvor drei Niederlagen hintereinander in der Fremde. Davor war der Aufsteiger noch die beste Auswärts-Mannschaft der Liga gewesen.

Zähes Spiel

Die Gäste, bei denen Kapitän Gonzalo Castro nach drei Spielen Zwangspause wegen eines Muskelfaserisses zurückkehrte, begannen besser. Doch die erste Chance hatte der FC durch Ondrej Duda, der aus 14 Metern aber über das Tor schoss. Nach etwa 20 Minuten bekamen die Kölner plötzlich akustische Unterstützung. Einige Fans hatten sich hinter der Südkurve der natürlich wieder leeren Arena versammelt und sangen so laut, dass es bis ins Stadion-Innere zu hören war.

Das Spiel blieb aber eine zähe Angelegenheit. Beide standen gut und geordnet und ließen im Spiel nach vorne nahezu jegliche Ideen und Kreativität vermissen. Der Versuch von Duda blieb tatsächlich bis zur 45. Minute der einzige Torschuss des Spiels, ehe Konstantinos Mavropanos nach einem Eckball etwa zwei Meter über das Tor köpfte.

Sport regional

Vorsitzender des Freundeskreises VfB Stuttgart fürchtet schädliche Monokultur in Vereinsspitze

Und es hatte immer noch kein Torhüter einen Ball gehalten, da fiel die Stuttgarter Führung. Nach einem Freistoß von Borna Sosa köpfte Kalajdzic den Ball ins lange Eck. Für den 23 Jahre alten Österreicher war es das fünfte Tor in den vergangenen vier Spielen und schon das fünfte Kopfball-Tor der Saison.

Kölns Trainer Markus Gisdol stellte nach einer Stunde auf Viererkette um. Doch zunächst wäre fast das 0:2 gefallen. Einen Schuss des diesmal nicht so auffälligen Silas Wamangituka parierte FC-Keeper Timo Horn (65.). Also brachte Gisdol mit Max Meyer und Salih Özcan Ballsicherheit. Und das zahlte sich aus. Meyer führte sich in einer Co-Produktion der Winter-Neuzugänge mit einem ganz starken Pass auf Emmanuel Dennis ein, doch der an diesem Tag schwache Nigerianer schoss drüber (70.). Und Özcan traf mit einem sehenswerten Schuss die Latte (77.).