Fingerzeig: Der Sieg gegen Kornwestheim stärkte das Selbstvertrauen der SG-Handballer um Trainer Alexander Lipps (vorne). Nun gilt es gegen Oftersheim/Schwetzingen nachzulegen. Foto: PZ-Archiv, Ralf Becker
Ralf Becker
Sport
SG Pforzheim/Eutingen optimistisch in die Kurpfalz
  • Dieter Glauner

SG-Handballer gehen nach dem Sieg gegen Kornwestehim mit breiter Brust in die Partie gegen Oftersheim/Schwetzingen. An den Gegner hat man gute Erinnerungen aus der letzten Saison. Doch die Nordbadener haben einen Umbruch vollzogen.

War der Sieg gegen Tabellenführer Kornwestheim nun der Befreiungsschlag für den Handball-Drittligist SG Pforzheim/Eutingen? Diese Frage wird wohl erst an diesem Samstag in der Schwetzinger Nordstadthalle beantwortet werden, wenn sich die SG Oftersheim/Schwetzingen und die Eutinger im nächsten Derby zweier nordbadischer Vertretungen gegenüberstehen.

Weniger Druck

Unstrittig ist freilich, dass Michael Hohnerlein mit seinem Treffer in der Schlussminute gegen Kornwestheim, mit dem er ein schon als verloren geglaubtes Spiel aus dem Feuer riss, das Selbstbewusstsein seiner Farben mit einem Schlag um einige Zentimeter an Brustbreite aufpeppte, denn mit nunmehr 4:6 Punkten und der Aussicht mit einem Sieg das Konto zu egalisieren, lässt sich sicher mit weniger Druck in die Kurpfalz fahren.

Man kennt sich, zum Großteil von den Spielen in der Jugendbundesliga her, auch von den zwei Spielen in der vergangenen Saison, die zweimal deutlich zugunsten der SG endeten. Freilich sind die Kurpfälzer nicht mehr unbedingt mit dem letztjährigen Gegner in der Gruppenphase zu vergleichen.

Trainerwechsel

Schon in der Verbleibrunde, in der sich Oftersheim/Schwetzingen mit Bravour die Liga sicherte, hat man weitaus gefestigtere Schwetzinger gesehen. Zur neuen Saison hat man nun nicht nur den Trainer und damit auch ein Teil des Spielsystems gewechselt, sondern mit Eutingens Eigengewächs Tim Kusch als Neuzugang auf der rechten Außenbahn, Alexander Leibnitz im Rückraum und dem finnischen Talent Edward Hammaberg der Mannschaft auch frisches junges Blut zugeführt.

Am System feilt man derzeit auch bei den Eutingern. Weil der klassische Fernwurfschütze nach dem Aufrücken von Nico Schöttle nach Stuttgart nun fehlt, versucht man die Abschlüsse aus dem Rückraum nun verstärkt über ein Kombinationsspiel vorzubereiten. An der Aufstellung wird sich gegenüber dem Kornwestheimer Spiel wohl nicht viel verändern. Matej Mikita und Leon Gerstner fallen weiter aus und ob Ingo Catak nach Ende seiner Quarantäne am Samstag schon wieder so fit ist, dass er mitmischen kann, ist auch noch offen.