1899 Hoffenheim - SC Freiburg
Mit viel Gefühl ins lange Eck: Freiburgs Vincenzo Grifo schießt an Hoffenheims Chris Richards (l.) und Hoffenheims Kevin Akpoguma vorbei das Tor zum 0:1. 

Vincenzo Grifo bei Achtelfinal-Sieg des SC Freiburg im DFB-Pokal gegen Hoffenheim zum "Man of the Match" gewählt

Sinsheim. Zwei Tore gemacht, Elfmeter-Trauma überwunden, zum "Man of the Match" gewählt und den SC Freiburg weiter vom ersten Pokalfinale der Vereinsgeschichte träumen lassen: Für den Pforzheimer Vincenzo Grifo hätte das DFB-Pokal-Achtelfinale gegen die TSG Hoffenheim kaum besser laufen können.

Mit 4:1 fegte der Sport-Club die Gastgeber aus dem Kraichgau am Mittwochabend aus der PreZero Arena und steht erstmals seit sieben Jahren wieder in der Runde der letzten Acht. 

Die Weichen auf Sieg gegen seinen Ex-Verein hatte dabei schon frühzeitig Grifo gestellt. Bereits nach zehn Minuten schlenzte der 28-Jährige den Ball aus halblinker Position zur Führung in die Maschen, eine knappe halbe Stunde später (36.) erhöhte er per Elfmeter auf 2:0. Von den Zuschauern wurde er dafür per App zum "Mann des Spiels gewählt".

Grifo träumt vom Finale

Dabei war der Strafstoß nach Handspiel von Hoffenheims Ihlas Bebou für den Italiener ein besonderer. Denn vor fünfeinhalb Wochen trat Grifo in der Bundesliga schon einmal gegen TSG-Torwart Oliver Baumann an - und scheiterte. Es war sein erster Fehlschuss nach zuvor zehn erfolgreichen Versuchen in der Bundesliga.

"Ich habe den ersten Elfmeter gegen Oli verschossen. Dann ist es immer nicht so einfach, wieder vor ihm zu stehen, weil er einfach ein guter Torhüter ist und schon viele Elfmeter gehalten hat. Aber ich war mir ziemlich sicher", sagte Grifo, der in der Liga zwischenzeitlich bereits wieder gegen Leverkusens Lukas Hradecky verwandelte, nach der Partie im Interview mit dem SWR.

SC Freiburg - TSG 1899 Hoffenheim
Sport regional

Vincenzo Grifos unglaubliche Elfmeter-Serie gerissen

Wer der Gegner des SC im Viertelfinale ist, wird am 30. Januar ausgelost. Nach dem vorzeitigen Aus des FC Bayern und von Titelverteidiger Dortmund träumt man im Breisgau zumindest schon leise vom Finale. "Dafür kämpft man, dafür spielt man. Der Traum ist riesig und wir werden alles geben", so der Pforzheimer. 

Sven Sartison

Sven Sartison

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