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Azubi-Boom im regionalen Handwerk

Gute Aussichten: Eine Ausbildung in einem Handwerksberuf ist eine Investition in eine sichere Zukunft. FOTO: RUNZEL KORN - STOCK.ADOBE.COM

Azubi-Boom im regionalen Handwerk

Karriere

Es ist eine Entwicklung, die Mut macht: Zum Ausbildungsstart 2026 begannen (Stand 31. August) 2340 junge Menschen ihre Ausbildung im regionalen Handwerk. Das sind 1,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. 

„In der Gesamtwirtschaft gehen die Ausbildungszahlen zurück, nicht so im Handwerk. Immer mehr junge Menschen und ihre Eltern erkennen, dass das Handwerk sichere Jobs bietet und man die Möglichkeit hat, die Zukunft mitzugestalten.“ Mit diesen Worten kommentiert Karsten Lamprecht, Präsident der Handwerkskammer Karlsruhe, die Zahlen. 

Von einem „starken Signal für die Zukunftsfähigkeit des Handwerks“ spricht Walter Bantleon, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Karlsruhe. Er nennt mehrere Gründe für den Azubi-Boom in vielen regionalen Betrieben: Während Konzerne Tausende Stellen abbauen und Werke ins Ausland verlagern, gibt es solche Schreckensmeldungen im Handwerk nicht. Auch die Furcht, KI könne einem den Beruf wegrationalisieren, sei im Handwerk unbegründet. „KI und digitale Werkzeuge unterstützen im Handwerk den Arbeitsalltag. Es braucht aber immer noch die Hand der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters. Nicht ohne Grund heißt es schließlich Handwerk.“ 

Die KI-Sorge lässt sich auch aus der Studie „Jugend in Deutschland“ ableiten, für die zu Jahresbeginn 2000 junge Menschen im Alter von 14 bis 29 Jahren befragt wurden: Demnach befürchten 30 Prozent, dass ihre Arbeitskraft von KI ersetzt wird. 

Besonders beliebt sind bei jungen Frauen in der Region die folgenden Ausbildungsberufe: Friseurin, Augenoptikerin und Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk. Bei den Männern führen an: Kfz-Mechatroniker, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie Elektroniker. pm